Reisen im Taubertal·Rotheburg o.T.
Wie Trinken eine Stadt
retten kann
In Rothenburg ob der Tauber blieb die Zeit im
Mittelalter stehen. Heute sorgt man dafür, daß sie auch nicht
weiterläuft.
Türme, Stadttore, schöne alte Häuser, kopfsteingepflasterte
Gassen und eine anheimelnd-altertümliche Atmosphäre - alles
blieb erhalten. In der Kirche St. Jakob steht der berühmte Heiligen-Blut-Altar
von Tilman Riemenschneider; im Rathaus aus der Zeit von Gotik und Renaissance
ist das Historiengewölbe zu besichtigen; über der Kunstuhr an
der "Ratstrinkstube" daneben schauen zur vollen Stunde die Herren
Tilly und Nusch zum Fenster heraus und führen den "Meistertrunk"
vor, der Rothenburg im 30jährigen Krieg rettete.
Es war 1631, als Tilly die Stadt anzünden wollte. Das war den Rothenburgern
gar nicht recht und sie baten Herrn Tilly, sich etwas anderes auszudenken.
Der meinte, dann solle der Bürgermeister Nusch einen Krug Wein austrinken:
Dreieinviertel Liter auf einen Zug. Wie dem Bürgermeister das bekam,
ist nicht überliefert. Rothenburg jedenfalls blieb unverbrannt.
Eine kleine Sehenswürdigkeit ist das
Alt-Rothenburger Handwerkerhaus, eigentlich nur ein Häuschen aus
dem 13. Jahrhundert (am Alten Stadtgraben). Es blieb außen wie innen
mittelalterlich. Hier zeigt man, wie bescheiden damals kleine Handwerksleute
lebten und arbeiteten.
Den besten Überblick haben Sie bei
einem Spaziergang auf dem hölzernen Wehrgang der fast vollständig
erhaltenen Stadtmauern. Vom Spitaltor im Süden bis zum Klingentor
im Norden brauchen Sie eine gute halbe Stunde.
Sterne im Baedeker:

Die Stadt Rothenburg
Das Rathaus
Die Kirche St. Jakob
Noch mehr Infos: www.rothenburg.de
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