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Die Schwäbische Alb·BAD URACH II

Für die Hochzeit
ein goldener Saal

Die Stiftskirche zum heiligen Amandus ist ein spätgotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert. Die Seitenschiffe sind nur halb so hoch wie das Mittelschiff mit seinem hochstrebenden Netz- und Sterngewölbe, dem reich geschnitzten Betstuhl des Grafen Eberhard im Bart und dem schönen Chorgestühl. Im südlichen Fenster blieben Glasmalerien von 1475 erhalten; im Chor sehen Sie viele ritterliche Grabsteine.

An die Nordseite der Kirche grenzt der ehemalige Mönchshof, den Graf Eberhard als Chorherrenstift für die "Brüder vom gemeinsamen Leben" bauen ließ. Später zog hier das evangelisch-theologische Seminar ein; 1818 gehörte Eduard Mörike zu dessen ersten Studenten. Heute ist es eine kirchliche Tagungsstätte.

Aus der Uracher Weberzunft entwickelte sich eine Leinwand-Handelskompagnie. Die residierte in einer Häusergruppe, die ebenfalls noch steht. Das Eckhaus aus dem 15. Jahrhundert mit seinen vorkragenden Stockwerken erkennen Sie an dem "Schwedischen Mann", einer Fachwerkfigur im Giebel. Die einstige Eingangshalle mit ihrer Stuckdecke ist heute das Foyer der Ratsstube. (Der Mittelbau entstand 1680, das dritte Haus mit der besonders schönen Rokokofassade 1746.)

Nahe der Amanduskirche steht das Residenzschloß von 1443, ein hoher Fachwerkbau. Hier wurde 1445 Graf Eberhard im Bart geboren (damals freilich noch bartlos); hier feierte er 1474 prunkvoll Hochzeit mit Prinzessin Gonzaga von Mantua. Dazu wurde eigens der Goldene Saal mit den reich verzierten Türeinfassungen und einem kunstvollen Kachelofen eingerichtet. (Das Prunkbett, das heute drinsteht, kam aber erst im 17. Jahrhundert dazu.)

Luftbilder von Wandergebieten

Heute beherbergt das Schloß zwei bemerkenswerte Museen: Das Historische (eine Zweigstelle des Landesmuseums in Stuttgart mit Waffensammlungen, der Gewehrkammer der württembergischen Herzöge und historischen Uracher Bildern) sowie das Albvereinsmuseum. Da sehen Sie Luftbilder von Wandergebieten, Modelle von Aussichtstürmen, Dias von geschützten Pflanzen sowie allerlei Literatur zur Schwäbischen Alb und der Geschichte des Albvereins.

Burg Hohenurach ist eine Ruine. Graf Ludwig I. erweiterte sie noch, bevor er ins neu erbaute Residenzschloß umzog, Herzog Ulrich von Württemberg ließ sie im 16. Jahrhundert zur Festung verstärken. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von 3000 Soldaten erfolglos belagert. Erst nach einem Jahr gab die Besatzung auf: sie hatte nichts mehr zu essen. Doch im 18. Jahrhundert wurde die Festung abgetragen; ihre Reste lassen noch erkennen, wie gewaltig die Burg mit ihren Türmen und Ringmauern einst war. Sie sehen den Burghof, eine heute vier Stockwerke hohe Mauer des Palas mit Fensternischen, die Zisterne und den Treppenturm aus dem 16. Jahrhundert mit einer Wendeltreppe auf den Wall. Von diesem Wall haben Sie einen großartigen Blick über das Brühltal und auf den Uracher Wasserfall.

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