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Die Schwäbische Alb·DIE HÖHLEN II

Besuch im Untergeschoss

Viele Höhlen der Schwäbischen Alb können Sie besuchen. Einige wurden schon in prähistorischer Zeit von wilden Tieren, manche auch von Menschen bewohnt. Das beweisen zahlreiche Funde.

Doch auch in späteren Jahrhunderten boten die Höhlen in unruhigen Zeiten Zuflucht. Und in der Schertelshöhle zwischen Reutlingen und Geislingen hauste sogar noch vor 200 Jahren eine Räuberbande mit ihrem Häuptling, dem „Schwarzen Vere“. Dem traute man schon übernatürliche Kräfte zu, weil er, von allen Seiten gejagt, mit seiner ganzen Mannschaft plötzlich spurlos zu verschwinden pflegte. Schließlich schnappte man ich doch und sperrte ihn bis zum großen Schauprozess in Biberach in den Ebinger Torturm. Doch auch hier halfen ihm die Außerirdischen: Ein Blitz erschlug ihn im Turm. - Ein halbes Jahrhundert später berichtete eine uralte Frau in Wiesensteig sehr vergnügt, sie habe der Bande in jungen Jahren gut und gerne angehört. Und das zauberhafte Verschwinden war einfach, weil sie immer in Richtung Schertelshöhle flohen und sich dort blitzgeschwind ins „Kuhloch“ hinunterließen, einen Schacht, von dem außer ihnen damals noch keiner wusste, dass sich ein großes Höhlensystem anschloss, in man auch mal etliche Tage gut verbringen konnte.

Deutschlands älteste Schauhöhle

Ab dem 15. Jahrhundert interessierten sich die Leute auf der Schwäbischen Alb aus Wissbegierde mehr und mehr für ihre Höhlen. Das beste Beispiel ist da wohl die Sontheimer Höhle, wahrscheinlich Deutschlands älteste Schauhöhle. Denn die war schon im 14. Jahrhundert den Sontheimern gut bekannt und wurde bereits 1488 ausführlich beschrieben. Im 16. Jahrhundert gab es bereits regelrechte Führungen durch das unterirdische System mit Pechfackeln, deren schwarze Spuren man noch heute sieht. 1753 lag ein exakter Höhlenplan vor, ab 1790 feierten die Sontheimer regelmäßig Feste in ihrer Höhle.

Inzwischen sind die meisten Höhlen der Alb erforscht. Allerdings werden immer noch neue Gänge oder Fortsetzungen bekannter Höhlen entdeckt. Die schönsten unterirdischen Gelasse wurden inzwischen als Schauhöhlen eingerichtet. Alle stehen unter strengem Schutz. Niemand darf - nur so zur Erinnerung - ein Stück Tropfstein abbrechen. Einige Höhlen sind als Naturdenkmale so streng geschützt, dass auch Forscher eine Sondergenehmigung brauchen.

Noch heute sind viele Höhlen bewohnt, allerdings vor allem von Kleintieren wie Spinnen und Käfern. Über 400 Arten solcher Höhlentiere sind auf der Schwäbischen Alb bekannt. In manchen Höhlen überwintern Fledermäuse. Solche Höhlen sind zwischen November und April geschlossen, weil dann die Fledermäuse Winterschlaf halten.

Ein Dutzend Höhlen der Schwäbischen Alb haben wir (von West nach Ost wandernd) für Sie besucht:

>> In der Unterwelt: Höhlen über Höhlen
>> Übersicht: die Höhlen auf der Schwäbischen Alb

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