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Reisen an der Oberelbe·Porzellan I

Wie aus dem Stein der Weisen Porzellan wurde

An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert war das Kurfürstentum Sachsen eines der reichsten Länder im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Handel, Handwerk und Gewerbe blühten.

Manufakturen - im Besitz von Bürgern, Handwerkern und Adeligen - stellten Textilien, Hohl- und Flachglas, Spiegel, Waffen, Musikinstrumente, Metall- und Edelmetallwaren sowie die besten optischen Linsen des ganzen Abendlandes her. Die Bauern waren - anders als in vielen deutschen Ländern - freie Menschen.

Wirtschaftliche Probleme hatte eigentlich nur der Kurfürst. Zwar besaß auch er seine Fabriken, die vor allem Glas und Waffen herstellten. Diese Produkte wurden - wie alles andere -auf der Leipziger Messe angeboten. Auch der Bergbau im Erzgebirge brachte Geld in die kurfürstliche Kasse; immerhin produzierte man dort ums Jahr 1700 jährlich fast fünf Tonnen Silber. Aber das alles reichte nicht, um die gewaltigen kurfürstlichen Ausgaben zu decken.

Alchimisten waren am Werk

Im Zeitalter des Absolutismus war es üblich, fürstliche Macht durch mächtige Bauten und viel Prunk zu demonstrieren. Auch die Förderung von Künsten und Wissenschaften war Ehrensache. Das lief gewaltig ins Geld. Drum waren an den meisten Fürstenhöfen jener Zeit Alchimisten am Werk, um den "Stein der Weisen" zu finden. Der sollte unedle Metalle in Gold verwandeln können.

Die Idee war äußerst modern. Man glaubte - was heute ja bewiesen ist -, dass alle Materie aus einigen wenigen Grundbausteinen besteht. Die müßte man doch von Fall zu Fall anders zusammensetzen können?

Auch August der Starke suchte nach einem Goldmacher. Einer lief ihm von selbst in die Hände.

Der hieß Johann Friedrich Böttger und war ein Apothekergeselle aus Schleiz. Auch er suchte nach dem "Stein der Weisen". Am 1. Oktober 1701 verwandelte er vor Zeugen im Hause seines Lehrmeisters 15 silberne Zweigroschenmünzen sehr trickreich in Goldstücke. Der skeptische Preußenkönig Friedrich I., der Wind von der Sache bekam, kassierte die Goldstücke für seine Münzsammlung und verlangte eine Wiederholung des Kunststücks. Böttger zog es vor, das Land schnell zu verlassen und in die sächsische Grenzstadt Wittenberg zu reisen. Denn in Preußen pflegte man falsche Goldmacher an einem mit Flittergold herausgeputzten Galgen aufzuhängen.

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>> Die gekreuzten sächsischen Schwerter

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