Die UNESCO formulierte die Kriterien, nach denen Dresden in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde. Es sind
die
ungewöhnlich enge und harmonische Verbindung von Landschaft und Architektur
als Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung des Raumes,
einzigartige Zeugnisse der höfischen Bau- und Festkultur des Barock
sowie bedeutende Beispiele der bürgerlichen Architektur des 19. Jahrhunderts
und
die nach wie vor gepflegte uralte kulturelle Tradition des Weinbaus sowohl
in der Ausübung als Winzerhandwerk als auch der Erhaltung und Nutzung
der baulichen Relikte.
Der verstädterte Landschaftsraum des Dresdner Elbtals ist ein außergewöhnliches Beispiel für die Siedlungsform der über Jahrhunderte gewachsenen europäischen Residenzstadt, die mit den Vorstädten und den umliegenden Dörfern samt den zugehörigen Weinbergen und Feldfluren zu einer Agglomeration zusammenwächst.
Die
Denkmale der historischen Stadt, die Villenquartiere, die Dorfkerne
sowie meist bis heute landwirtschaftlich genutzte Flächen zeugen
von der Nutzung des Raumes als Regierungssitz, Wohnort und Lebensgrundlage
der Menschen. Sie tragen zum unverwechselbaren Charme Dresdens bei.
Das Dresdner Elbtal ist ein Erlebnis für die Sinne, mit einer reichhaltigen und vielfältigen Kultur, mit kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten von überregionaler und europäischer Bedeutung, das seinesgleichen sucht. Gerade die Synthese von Natur, Kunst und Kultur, von Wissenschaft und Hochtechnologie ist es, deren Jahrhunderte währende Tradition auch heute den spezifischen und anregenden Nährboden für technischen und technologischen Fortschritt sowie für innovatives Unternehmertum sächsischer Prägung bilden.
Dresden erhofft sich von der Anerkennung des Elbtals als Welterbe nicht nur eine weitere Beflügelung der Attraktivität der Stadt für Reisende, sondern auch, dass das besondere Flair Anreiz für zukunftsweisendes unternehmerisches Engagement in Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur ist.
Dr. Matthias Lerm
Landeshauptstadt Dresden
Koordinator für das Welterbe

Elbsilhouette - Bildquelle: Christoph Münch
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