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Die Weinstrasse·Landau und Annweiler

Reichskrone, Reichsapfel, Reichsschwert

Die Stadt Landau liegt einige Kilometer östlich von der Weinstraße, wird aber meist dazugerechnet. Fremdenverkehrs-Werbeleute behaupten sogar, sie sei "der Mittelpunkt der Urlaubsregion südliche Weinstraße".

Die Stadt hat beiläufig mit dem "Landauer" zu tun, dem offenen Pferde-Reisewagen, den unsere Urgroßeltern kannten. Kaiser Josef ließ das Musterstück dazu in Wien bauen, um damit 1701 zu seinen Truppen zu reisen, die Landau belagerten. Heute geht es in Landau weit weniger kriegerisch zu. Die Festungsanlagen, mit denen die Stadt umgeben war, wurden durch Grünanlagen ersetzt. Nur Mauerreste und zwei Torbauten sind übriggeblieben - sowie ein mittelalterlicher Wehrturm.

Die frühgotische Stiftskirche am Markt ist eine eindrucksvolle Basilika mit stattlichem Turm. Der trägt einen barocken Helm und acht groteske Wasserspeier. Die Gebäude der katholischen Heiligkreuzkirche umschließen noch heute einen Kreuzgang, dessen Ostseite original spätgotisch ist.

Landau ist, nebenbei, Deutschlands größte Weinbau-Gemeinde. Allerdings vor allem, weil rechtzeitig acht alte Weinorte der Umgebung eingemeindet wurden (jeder mit über 1200 Jahren Geschichte) - von Arzheim bis Wollmersheim.

Annweiler und Trifels. - Annweiler (westlich von Landau) ist ein liebenswertes Fachwerkstädtchen. Ringsum ragen bewaldete Bergkegel auf. Die meisten sind von Felsblöcken aus Buntsandstein gekrönt, die aus der Ferne wie Burgruinen aussehen. Der kleine Ort wurde 1219 von Kaiser Friedrich II. zur Reichsstadt erhoben. Der Kaiser tat dies "aus besonderer Liebe zu unserer darob liegenden Burg". Damit meinte er die Burg Trifels.

Die Burg wurde niemals erobert

Diese Reichsveste wurde schon im 11. Jahrhundert von Kaiser Konrad II. gebaut (und 1081 urkundlich erwähnt). Sie lag taktisch sehr geschickt auf dem Gipfel des Sonnenbergs. In dieser festen Burg, die niemals erobert wurde, befand sich in den Jahren 1125 bis 1298 der Reichsschatz in Verwahrung - mit Reichskrone, Reichsapfel und Reichsschwert. Mancher Prominente wurde hier eine Zeitlang als Gefangener gehalten. Sogar der englische König Richard Löwenherz, vom 1192 bis 1194. Der kam von einem Kreuzzug zurück, als Kaiser Heinrich VI. ihn sich schnappte.

1662 wurde ein Teil der Burg durch Blitzschlag zerstört. 1935 begann ihr Wiederaufbau. Palas und Rittersaal erhielten ihr - vermutlich - ursprüngliches Aussehen zurück. Doch der Kapellenturm mit dem kleinen Raum, in dem Mönche aus dem benachbarten Zisterzienserkloster die Reichskleinodien bewachten, ist noch original. Auch heute noch sehen Sie dort Reichskrone, Reichsapfel und Reichsschwert. Allerdings als kunstvolle Nachbildungen: die Originale liegen in der Schatzkammer der Wiener Hofburg.

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