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Die Pfalz·Historie II

Wer sollte die Pfalz erben?

Der Krach mit den Franzosen hing mit Liselotte von der Pfalz zusammen. Auf sie lassen ihre Pfälzer Landsleute aber auch heute noch nichts kommen.

Damals gehörte Heidelberg, jenseits des Rheins, noch zur Pfalz.Es war sogar die Hauptstadt, in der die Pfälzer Kurfürsten wohnten. Von dort stammte Liselotte; sie war die Tochter des Kurfürsten Karl Ludwig. Aber sie wurde dann nach Frankreich verheiratet, mit dem Herzog von Orleans. Das war ein Bruder des Französenkönigs Ludwig XIV.

Als Liselottes Vater starb, wurde ihr Bruder Karl Kurfürst der Pfalz. Das war er fünf Jahre lang, dann verschied er kinderlos.

Nun gab es ein Problem: Wer sollte die schöne und reiche Pfalz erben? Frankreichs Ludwig XIV, charakterlich schon immer sehr zweifelhaft, wollte einen großen Teil der Pfalz für sich haben -angeblich im Namen seiner Schwägerin Liselotte.

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, schickte er seine Truppen durch die Pfalz an den Rhein. Die zogen durch das Land und verwüsteten es nebenbei. Zwischen 1688 und 1697 ging es in der Pfalz schrecklich zu.

Ludwig kassierte Liselottes Leibrente

Liselotte schrieb Briefe voller Trauer und Entschuldigungen an ihre deutsche Verwandtschaft. Für diese demutsvolle Haltung hatte man in Frankreich überhaupt kein Verständnis.

Schließlich mußten sich die Franzosen aber doch wieder zurückziehen. Die Pfalz bekamen sie nicht, aber einige Städte durften sie behalten - Landau zum Beispiel. Und der pfälzische Kurfürst musste an Liselotte eine beachtliche Leibrente zahlen. Von der hatte die Dame aber reinweg nichts; die kassierte voll ihr Schwager, Ludwig XIV.

Schon seit dem 13. Jahrhundert hatte die Pfalz ein besonders freundschaftliche Verhältnis zu Bayern. Auch verwandtschaftliche Kontakte gab es: Wittelsbacher in Bayern, Wittelsbacher in der Pfalz. Nun, nach den schweren Zeiten im 17. und dann auch im 18. Jahrhundert (da schadete der Spanische Erbfolgekrieg der Pfalz sehr), kamen sich die bayerischen und pfälzischen Wittelsbacher noch näher. Der Wiener Kongress machte daraus eine handfeste Sache: Er beschloss 1815/16, dass die Pfalz ganz zu Bayern käme.

Das blieb auch so bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Da schufen die Alliierten ein nagelneues Bundesland aus der Pfalz,

aus Rheinhessen und den Gebieten von Trier, Koblenz und Montabaur. Man nannte diese neue Land "Rheinland-Pfalz". Und so blieb es bis heute.

>> Der Wein, die Burgunder und Liselotte
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