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Die Weinstrasse·Edenkoben

Die schönste Quadratmeile seines Reiches

Über Edenkoben läßt sich viel erzählen. Im 13. Jahrhundert gründeten die Zisterzienserinnen von Heilsbruck hier ein Kloster. Sie ließen gleich die ganze Kirche ausgiebig unterkellern, denn sie wollten in großem Stil Weinbau betreiben. Und das taten sie dann auch.

Alsbald brachten die Zisterienserinnen Spitzenweine hervor. Zwar wurde das Kloster nach dem Dreißigjährigen Krieg der Kurpfalz zugesprochen, aber nach wie vor spielte der Wein die Hauptrolle. Im Keller unter der Kirche (die leider nicht mehr steht) lagern nach wie vor Fässer und Flaschen. Nur die Klosterfrauen haben nichts mehr damit zu tun.

Ludwig I. von Bayern ließ sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts westlich von Edenkoben ein schlicht-feudales Schloss bauen und gab dazu königliche Worte ab: Dies hier sei "die schönste Quadratmeile meines Reiches" (denn damals war die Pfalz ja bayerisch). Einen Schlosspark drumherum, wie seine Architekten meinten? Ludwig lehnte angesichts der Landschaft ab: "Um mich herum ist Park genug."

Sesselbahn zur Rietburg

Diese schön ausgestattete "Villa Ludwigshöhe" ist jetzt die Bleibe für einen Teil vom beachtlichen Nachlaß des Impressionisten und Wahlpfälzers Max Slevogt, der in der Gegend lebte, in Leinsweiler. Auch eine Reihe seiner Bilder sind hier zu sehen.

Eine Sesselbahn führt von Ludwigs Villa hinauf zu den Resten der 544 Meter hoch gelegenen Rietburg. Der letzte Raubritter, der dort hauste - er hieß Hermann - ließ sich eine vornehme Gaunerei einfallen: Er schnappte 1255 Elisabeth von Holland, eine leibhaftige Königin, und entführte sie samt Tross und Habseligkeiten auf seine Burg. Gegen Lösegeld wollte er sie wieder herausgeben.

Doch die Aktion bekam ihm schlecht. Denn der Vater der Dame, Herzog Ludwig von Bayern, holte sich eine Handvoll Freunde, befreite seine Tochter und schaffte Ritter Hermann aus der Welt. Die Burg stand noch lange. Erst im 17. Jahrhundert ging sie zu Bruch. Der Blick von hier reicht bei guter Sicht bis Straßburg.

Nordwestlich von Edenkoben liegt oben am Berg St. Martin, ein Weindorf mit Fachwerk und Erkern, Giebeln, Nischenheiligen und hohen runden Torbögen - gepflegt und ungewöhnlich malerisch. Ein Schlößchen mit Erker und Treppenturm gehört dazu, auch Herrschaftshäuser aus der Renaissance und eine hübsche Pfarrkirche. In der sehen Sie ein Doppelgrab aus dem 16. Jahrhundert mit dem Ehepaar Hanns und Maria Magdalena von Dahlberg. Denen gehörte die Kropsburg hoch über St. Martin. Der Blick von der Burgterrasse auf St. Martin und das Rebenmeer drumherum lohnt den Aufstieg.

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