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Reisen in OBERSCHWABEN·WEINGARTEN

Deutschlands mächtigste barocke Kirche: in Weingarten

Die barocke Kirche ist es, die Weingarten berühmt macht. Sie erhebt sich fast theatralische auf einer Anhöhe über den Dächern der Stadt und macht einen gewaltigen Eindruck: zwei stämmige Türme, eine riesige Kuppel und eine barock gekurvte Front mit schwungvollem Giebel.

Die Stadt kann ihre Geschichte weit zurück verfolgen. Alamannen waren die ersten Siedler. Man weiß es, seitdem man bei Ausschachtungsarbeiten auf ein riesiges alamannisches Gräberfeld aus dem 5. bis 8. Jahrhundert stieß. Die wertvollen Beigaben aus den über 800 Alemannengräbern sind größtenteils im historischen Kornhaus aufbewahrt. Die Sammlung sorgfältig restaurierter und konservierter Funde gibt Aufschluß über Geschichte und Kultur eines Volksstammes, der noch recht rätselhaft ist. Man sieht vor allem Waffen, aber auch Schmuck, Speisegefässe und gläserne Trinkbecher - zum Teil mit hübschen Ornamenten.

Später kamen die Karolinger und nach ihnen die Welfen. Die legten 1053 den Grundstein zur Benediktinerabtei Weingarten. Weil die Klosterkirche ihre Grablege war, ließen sie dem Kloster immer wieder reiche Schenkungen zukommen.

Doch nicht nur Geld und Gut machten das Kloster zum bedeutendsten im Schwabenland. Durch die Heilig-Blut-Reliquie, die 1090 nach Weingarten geriet, wurde die Kirche zu einem der besuchtesten deutschen Wallfahrtsziele. (Noch heute ist die Blutreiterprozession - am Freitag nach Christi Himmelfahrt, dem "Blutfreitag" - eines der farbenfrohesten und faszinierendsten Feste.)

Weingartener Liederhandschrift

Zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert hatte die Buchmalerei der Weingartener Mönche große Bedeutung. Die "Weingartener Liederhandschrift" ist eines der feinsten mittelalterlichen Buchwerke.

1715 ließ Abt Sebastian Hyller eine riesige Kirche bauen. Das, so meinte er, sei er einem so berühmten Kloster schuldig. Sie wurde zu Weingartens größter Sehenswürdigkeit: die Basilika St. Martin von Tours und St. Oswald - Deutschlands mächtigste barocke Kirche.

Zahlreiche berühmte Künstler hatten mit dem Ausschmücken des gewaltigen Innenraums zu tun. Mächtige Säulen führen wie eine Allee zum Altar. Die Deckengemälde sind ein Farbenrausch. Schauen Sie auch das gewaltige Chorgitter, das feingeschnitzte Chorgestühl, die Rokokokanzel und den Orgelprospekt an! Der trägt ein Instrument, das im 18. Jahrhundert in der Werkstatt des berühmten Orgelbauers Joseph Gabler entstand. Mit seinen 76 Registern und 7042 Pfeifen gehört es zu den größten und klangvollsten in Deutschland. Oft werden hier Orgelkonzerte gegeben.

Kurz: Alles ist großartig. Aber auf empfindsame Gemüter wirkt es ein wenig riesenhaft.

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