Reisen in WESTDeutschland·NIEDERRHEIN
Auf der Suche nach
der grünen Idylle
Kartographen stellen mit Deutschlands mächtigstem
Strom etwas an, das sie sich bei kaum einem anderen Fluß getrauen:
Sie schneiden ihn in Stücke. So gilt sein Verlauf etwa ab Bad Godesberg
(so genau sagt das keiner) bis zur Mündung als "Niederrhein".
An diesem Rheinabschnitt liegen also Bonn und Köln, Düsseldorf
und Duisburg. Um es nicht ganz so einfach zu machen, bezeichnen sie aber
auch eine ganze Gegend als "Niederrhein" - das Gebiet nördlich
der Eifel und westlich vom Bergischen Land. Und das betrifft, beispielsweise,
auch Mönchen-Gladbach. Ist man etwas großzügig, rechnet
man auch Wuppertal und Essen dazu.
Damit ist so etwa klar, wo wir uns befinden: in einer Gegend, in der
kaum jemand herzhaft Ländliches vermutet.
Diese Vermutung, von Vorurteilen geprägt,
ist sehr gängig - und grundfalsch. Natürlich haben das Münsterland
und der Bayrische Wald
größere Flächen verfügbarer Natur. Aber gerade darum
schätzt man die grünen Oasen in dem Gebiet, von dem wir hier
sprechen, umso mehr. Diese Gegend am Niederrhein bezieht ihren Charme
gerade aus der Spannung zwischen den dicht geballten Städten und
der Lyrik, die in den Auenlandschaften zum Ausdruck kommt; aus der verhaltenen
Idylle der Dörfchen, die sich zwischen den großen (und auf
jeder Autokarte so besitzergreifend nebeneinandergestellten) Städten
mit Selbstverständlichkeit behauptet haben.
In dieser Tiefebene, deren Historie viel
Rätselhaftes birgt (auch Xanten gehört dazu - der hürnerne
Siegfried kam von dort), konnte sich landschaftlich erstaunlich viel erhalten.
Wiesen, Moore, Heideflächen - all das gibt es dort noch. Die rheinische
Fröhlichkeit, die vom Karnevalsmarketing zur Konfektionsware gemacht
wird, ist hier noch im Original zu haben.
Man kann wandern, findet die charakteristischen Kopfweiden, die Pappelalleen,
- sogar Wacholderheiden. Wind- und Wassermühlen sind an der Arbeit.
Und am Wegrand dehnen sich zuweilen große, in die Landschaft eingebettete
Wasserflächen: der Essener Baldeneysee, die Duisburger Sechs-Seen-Platte,
der Aue-See in Wesel, der Wisseler-See von Kalkar, die Seen im Nettetal.
Ganz abgesehen davon, daß es östlich von Köln den großen
Naturpark Bergisches Land gibt, einen Ausläufer des Rheinischen Schiefergebirges,
mit nicht weniger als 20 Seen und Talsperren. Sowie mit einer berühmten
gastronomischen Idee: der "Bergischen Kaffeetafel". Da speist
man Korinthenstuten und Schwarzbrot, Waffeln und Brezeln, Reis und Honig,
Quark und Butter, Zucker und Zimt ...
Und nimmt immer mal wieder einen Schnaps dazwischen. Sonst schafft man
es nicht.
Mehr Informationen:
Touristik-Agentur Niederrhein
Mühlenstege 11
47546 Kalkar
Tel 01805 - 92 35 92
Fax 01805 - 92 35 35
E-Mail: info@niederrhein-touristik.de
Reisen mit Reise
Rat
Reisen in
Deutschland | Bundesländer
Deutschland
- das Reisethema
|