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Reisen im Münsterland·Die Historie

Bischofsmacht und Bürgerstolz

Nach der sagenumwobenen Schlacht im Teutoburger Wald, die Hermann (der eigentlich Arminius hieß) und seinen Cheruskern den Sieg über drei Elite-Legionen des römischen Feldherrn Varus brachte, zogen sich die Römer an den Rhein zurück.

Am linken Ufer des schützenden Stroms machten sie es sich noch einige Jahrhunderte lang bequem. Dort wurden aus Militärlagern bedeutende Städte wie Köln und Xanten. Im 5. Jahrhundert wurden die Römer von den Franken endgültig vertrieben. Zur gleichen Zeit machten sich die Sachsen, die ursprünglich nördlich der Elbe zu Hause waren, in Westfalen breit. Karl der Große setzte ihre Christianisierung gewaltsam durch und gründete deshalb 785 das Bistum Osnabrück. Nachdem er im Jahr 800 Kaiser geworden war, ging die Bekehrung weiter. Karl befahl dem friesischen Missionar Ludger, den störrischen Westsachsen den wahren Glauben zu bringen. Das "Monasterium" (was "Kloster" bedeutete), das sich Ludger an der Furt des Flüßchens Aa baute, wurde 805 ein Bischofssitz; Ludger war sein erster Bischof. Und aus "Monasterium" wurde der Name der Stadt Münster. Sie gab dann wieder dem Münsterland den Namen. In dieser Zeit entstanden noch andere Bistümer, darunter Minden und Paderborn.

Heinrich der Löwe war Herzog von Bayern und Sachsen; er herrschte als mächtigster deutscher Fürst auch über das Münsterland. Aber 1180 wurde er geächtet, weil er Kaiser Barbarossa den Beistand verweigerte. Sein Land war er los; nun riss sich die Hohe Geistlichkeit um den Besitz.

Bischof Hermann II. von Münster beanspruchte die Herzogsmacht über sein Bistum, doch der Kölner Erzbischof erwischte den größten Teil Westfalens, auch das Münsterland. Deswegen kam es dann zwischen dem Kölner und dem Bischof von Paderborn zu Auseinandersetzungen. Auch allerlei weltliche Landbesitzer droschen nun aufeinander los. Diese verworrene Situation nutzten viele kleinere Adelige. Sie wurden tüchtige Raubritter und ein Schrecken der Landstraßen.

Die kleinen Städte und viele Orte im Münsterland fühlten sich schutzlos. Hilfesuchend wandten sie sich an den Rat der Stadt Münster, der damaligen Hauptstadt Westfalens. So kam es 1246 zum Abschluß des ersten bedeutenden Städtebundes in Westfalen. Dortmund, Soest und Lippstadt drangen bald auf einen ähnlichen Schutzvertrag in Gegenseitigkeit mit Münster. Zur Sicherung des Landfriedens standen erstmals Bürger anderen Bürgern bei - und das funktionierte prächtig.

Die friedliche Zusammenarbeit der Bürger über die Stadtgrenzen hinaus war bewundernswert. Doch dann brach 1618 - als Religionskrieg zwischen katholischen und protestantischen Ländern - der Dreißigjährige Krieg aus.

Er entwickelte sich bald zu einem europäischen Machtkampf. Auch Westfalen wurde schwer heimgesucht. Nur die Städte Münster und Osnabrück blieben - dank guter Beziehungen zu den Kaiserlichen und ihrer starker Festungsmauern - weitgehend verschont. So wurden die beiden im dritten Jahrzehnt des Krieges zu neutralen Orten erklärt, damit dort Friedensverhandlungen geführt werden konnten. Drei Jahre lang dauerte der Kongress. Der Kaiser und die Reichsstände verhandelten in Münster mit den Gesandten der Niederländer und Spanier, in Osnabrück mit den Schweden.

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