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REISEN IM MOSELTAL·TRIER I

Deutschlands älteste Stadt

Triers Stadtgeschichte begann schon vor Christi Geburt. Dieser historischen Tatsache verdanken wir die großartigen römischen Bauten, die erhalten blieben - allen voran die "Porta Nigra", das "Schwarze Tor".

Wo Ruwer und Kyll in die Mosel münden. siedelten 300 bis 400 Jahre vor Christus die keltischen Treverer. Darum nannten die Römer den Ort, den sie unter Kaiser Augustus um 15 v. Chr. dort gründeten "Augusta Treverorum". Kaiser Diokletian machte daraus gegen Ende des dritten Jahrhunderts eine römische Kaiserresidenz und die Hauptstadt des weströmischen Reiches. Von da an nannte man die Stadt "Treveris".

Sechs römische Kaiser residierten in Trier - von 286 bis 395. Sie ließen gewaltige Bauten errichten, für die man in Trier noch heute dankbar ist. Denn die bringen die meisten Touristen in die Stadt. Diese Bauwerke - oder was davon übrigblieb - stehen nahe beisammen, es sind nur ein paar hundert Schritte vom einen zum anderen. Denn das antike Trier nahm - nach heutigen Maßstäben - nur bescheidenen Raum ein. Doch damals galt es als eine sehr große Stadt.

Der großartigste römische Bau ist die "Porta Nigra". Sie war einst das nördliche römische Stadttor, entstand Ende des zweiten Jahrhunderts, ist 36 Meter lang, 21 Meter breit und 30 Meter hoch - das größte erhalten gebliebene Tor, das die Römer je bauten. Die Sandsteinquader werden nicht mit Mörtel, sondern durch Eisenklammern zusammengehalten. Ihren Namen erhielt die Porta Nigra, die "Schwarze Pforte", aber erst viel später, als der Sandstein durch Verwitterungsrückstände schwarz wurde.

Die Basilika, 600 Meter südlich der Porta Nigra, ließ Kaiser Konstantin der Große - Roms christlicher Kaiser - im Jahr 310 als Palast-Aula bauen. Sie ist ein großartiges Beispiel römischer Architektur und dient heute als Kirche. Ihre 2,7 Meter dicken Umfassungsmauern bestehen ganz aus Ziegeln. Sie ruhen auf vier Meter breiten und sechs Meter tiefen Fundamenten. Der 30 Meter hohe Innenraum mit der stützenlosen Flachdecke wirkt sehr imposant.

In den Kaiserthermen, noch einmal 300 Meter südlicher, badeten die alten Römer. Auf einer Grundfläche von 260 mal 145 Metern dehnten sich die Badehäuser aus. In großen Bronzekesseln wurde das Wasser für das Warmbad aufgeheizt und über ein raffiniert angelegtes System von Kanälen zu den Badebecken geleitet.

Das Amphitheater wurde im ersten Jahrhundert im Osten außerhalb der Stadt gebaut. Hier fanden Gladiatoren- und Tierkämpfe statt, denen mehr als 20 000 Menschen zuschauen konnten.

Wer sich für römische Kunst interessiert, findet im Rheinischen Landesmuseum (zwischen Basilika und Kaiserthermen) die bedeutendste deutsche Sammlung solcher Fundstücke: das Weintransportschiff, den von Schülern umstandenen Magister und andere berühmte römische Steinplastiken.

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