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Reisen in der Lausitz·Görlitz

Die schönste Stadt

Dass Görlitz die schönste Stadt der Lausitz ist, wird niemand bestreiten. Manche sagen, es sei Deutschlands schönste Stadt, und da gibt es dann allemal Proteste. Wie auch immer: Schön ist sie.

Durch Handel und Tuchmacherei wurde die Stadt im Mittelalter die bedeutendste in der ganzen Lausitz. Besonders am Handel wurde viel verdient. Denn am Übergang über die Neisse kreuzten sich die Straßen von Thüringen nach Schlesien und von Böhmen zur Ostsee. So konnte die Stadt sich Schönes leisten, eine Reihe geradezu großartiger Bauten im Stil von Gotik und Renaissance, dazu den barocken Obermarkt sowie den Untermarkt, der mit Bauwerken aus Spätgotik, Renaissance und Barock geradezu auftrumpft. Hier war das mittelalterliche Zentrum der Stadt, hier sieht man besonders eindrucksvoll, wie reich diese Stadt einst war. Heute steht die ganze Altstadt unter Denkmalschutz.

Als die Stadt im 16. Jahrhundert teilweise abbrannte, beschlossen ihre Bürger 1525, sie doppelt so schön wieder aufzubauen. So kam Görlitz zu seinen vielen großartigen Renaissancebauten. Zu den schönsten Bürgerhäusern in jenem Stil gehören der "Schönhof", das "Biblische Haus" und der "Goldene Baum".

Besonders sehenswert ist das Rathaus. Es war gotisch, überstand den Brand, wurde dann aber auch auf Renaissance umgebaut. Eine elegant geschwungene Freitreppe führt - vorbei an dem alten gotischen Eingang - zum schönen Renaissance-Portal und der reliefgeschmückten Verkündigungskanzel. Aus dem steinernen Treppenlauf steigt eine reich verzierte Justitia-Säule empor. Der Turm des Rathauses wurde im 18. Jahrhundert auf 60 Meter erhöht und bekam eine Barockhaube.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul hat noch ein spätromanisches Portal. Im 15. Jahrhundert wurde sie erweitert und in eine fünfschiffige gotische Halle mit schönem grazilem Netzgewölbe umgebaut. (Die Türme, 85 Meter hoch, entstanden allerdings erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts.)

Am Obermarkt steht die Oberkirche. Der einfache Bau birgt bedeutende Kunstwerke: ein spätgotisches Chorgestühl von 1485 und einen geschnitzten Flügelaltar mit der "Goldenen Maria" von 1510.

Von der starken Stadtbefestigung blieben der Reichenbacher Torturm übrig (in dem eine Sammlung alter Waffen untergebracht ist) und auch der "Kaisertrutz". Das ist ein Rundbau mit 19 Metern Durchmesser aus dem Jahre 1490. Er schützte damals das Westtor der Stadt. Heute enthält er Teile der städtischen Kunstsammlungen: mittelalterliche Plastik und Malerei sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts.

Übrigens: Wenn Sie sich für originale Jugendstil-Architektur aus der Zeit um 1912 interessieren, dann sehen Sie sich den überdachten Lichthof des "Centrum-Warenhauses" an!

Sterne im Baedeker:
Die Stadt Görlitz
Der Untermarkt
Der Obermarkt
Der Schönhof
Das Rathaus
Der Kaisertrutz

Noch mehr Informationen:
Görlitzinformation
Obermarkt 29
02826 Görlitz
Tel 03581 47 57 0
Fax 0358147 57 27

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