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Reisen in der Lausitz·Überblick I

Wie man Bergbau
zum Baden nutzt

Die Lausitz gehört zu den Gebieten, von denen man im übrigen Deutschland nur sehr wenig weiss. Und das ist schade, denn dort findet man manches Schöne, manches Interessante.

Die Landschaft, nun ja, ist nicht aufregend. Sie ist zweigeteilt, in Ober- und Niederlausitz. Die Oberlausitz - der südliche Teil - ist sächsisch, überwiegend flach, teils bewaldet, teils von Bauern bewirtschaftet. Aber es gibt dort auch ein Lausitzer Bergland; der Valtenberg schafft es immerhin auf 589 m.

Wenn Sie ein besonders typisches, auch sehr schönes Dorf der Oberlausitz sehen wollen, dann fahren Sie nach Obercunnersdorf, gleich südlich von Löbau. Dort stehen noch viele "Umgebindehäuser", die zum Teil mehr als 200 Jahre hinter sich haben. Das sind Häuser, in denen man fleissig der früher viel betriebenen Leinenweberei nachging: Der Webstuhl war in den unteren Räumen fest eingebaut, während man die Wohnstube auf eine kühne Balkenkonstruktion über den Webstuhl setze.

Die Niederlausitz liegt nördlich davon; sie gehört zum Land Brandenburg. Auch da breiten sich flache Kiefernwälder aus, dazwischen liegen Sandflächen. Aber den Charakter der Landschaft bestimmt der Lausitzer Höhenzug, der allerdings nicht sehr hoch ist. Er schafft gerade mal 180 m.

Zwischendrin wirkt die Landschaft immer wieder wie grob beschädigt. Das sind die Schrunden großer, betagter Tagebau-Bergwerke, an denen zum Teil immer noch Braunkohle gefördert wird.

Die bescheidene Stadt Senftenberg, südwestlich von Cottbus, hat von dieser Verunstaltung profitiert. Als man nach 1966 dort den Bergbau einstellte, brauchte man nur Wasser in die riesigen, potthässlichen Mulden laufen zu lassen - und schon hatte man die schönste Badelandschaft. Dieser Senftenberger See ist nun insgesamt 13 Quadratkilometer groß und geriet fast von ganz allein so vielgestaltig, dass man schöne Strandstücke, insgesamt 11 km lang, anlegen konnte.

Es gibt in der Lausitz aber auch viel Historisch-Nobles zu sehen. Bei Rammenau, südlich von Kamenz, steht, prachtvoll eingerichtet, eines der schönsten sächsischen Barockschlösser. Und Bad Muskau an der Neisse hat wundervolle, weltberühmte Parks. Die ließ der Fürst von Pückler-Muskau zu Anfang des 19. Jahrhunderts anlegen. Er hatte sehr moderne Ideen und wollte aus seinen Schlössern eine durch lebendiges Grün "vergrößerte Wohnung" machen. Leider ging ihm dann das Geld aus, doch bevor er alles verkaufen musste, hatte er sich doch ein relativ großes Eigenheim geschaffen. Schon die beiden Schlösser sind nicht ganz klein und die Parks reichen bis nach Polen hinein.

Sterne im Baedeker:
Die Parkanlagen von Bad Muskau
Heide- und Teichgebiet der Oberlausitz
Der Senftenberger See

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