Lauenburgische Seen·Überblick

Über 40 Lauenburgische Seen

Die Gegend, um die es hier geht, nennt sich noch heute - wie einst - ganz offiziell "Kreis Herzogtum Lauenburg". Sie liegt im Süden von Lübeck. Inzwischen ist ein Teil von ihr ein Naturpark: "Lauenburgische Seen".

Hier tut sich eine reizvolle Landschaft auf: Wiesen und Felder, Bauernhöfe, Dörfer, kleine Städte. Und die Seen: mehr als vierzig sind es, kleinere und größere, die überwiegend zum Naturpark gehören. Der selbst mißt 444 Quadratkilometer. Kurios ist, daß die Stadt Lauenburg, nach der das alles benannt wurde, gar in den Naturpark eingeschlossen ist. Sie liegt außerhalb des Parks im Süden.

Ein Drittel des Naturparks besteht aus Wäldern – meist Mischwald mit Eichen, Buchen und Eschen, Kiefern, Fichten und Lärchen. Rund zehn Prozent nehmen die Gewässer ein. Die meisten dieser Seen sind von Erlenbruchwäldern, Strauch- und Schilfzonen umgeben. So entstanden natürliche Schutzgebiete für Pflanzen und Vögel, außerdem aber auch viele für den Naturkundigen interessante Biotope. Diese werden durch offizielle Programme weiter gefördert. So bleibt das Gebiet ein sehr geschütztes Refugium für Tiere und Pflanzen, die in einer sonst selten anzutreffenden Artenvielfalt auftreten. Auch scheue Tiere finden hier ruhige Rückzugsräume.

Von den Tieren, die – besonders bedroht – auf der "Roten Liste" stehen, trifft man hier die Zwergdommel und den Seeadler, den Schwarzstorch und den Kranich. Sie haben ihre von Tierschützern sorgsam gehüteten Reviere. Am Mechower See, östlich von Ratzeburg, hat Deutschlands größter Vogel, der Kranich, eines seiner letzten Brutgebiete. In dieser vergleichsweise heil gebliebenen Natur finden die imposanten Vögel (mit einer Flügelspannweite von fast zweieinhalb Metern, silbergrauem und bräunlichem Gefieder sowie einer rotleuchtenden nackten Kopfplatte) gute Lebensbedingungen.

Der World Wildlife Fund betreut seit 1973 mit einem Schutzprogramm mehrere Dutzend Kranichpaare, die hier zuhause sind. Man hilft ihnen, sich wohl zu fühlen, staut entwässerte Moore wieder an oder stutzt den häufig viel zu schnellen Baum- und Schilfwuchs rund um die Brutplätze.

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