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Reisen in Baden-Württemberg·Fachwerk I

Holzbaukunst in der Architektur

Manches gibt es, das die historischen Städte in Baden-Württemberg und auch viele Dörfchen so behaglich macht. Eines davon ist das Geschick unserer Altvorderen, Häuser aus Holz zu bauen. In Fachwerk.

Dieses Kunsthandwerk gibt es schon lang. Die ältesten Fachwerkbauten in Baden-Württemberg, die noch unbeirrt stehen, stammen aus dem 13. Jahrhundert. Doch schon weit früher waren die Alamannen berühmt für ihre Holzbaukunst. Es waren wohl die Römer, die ihnen das feinere Fachwerken beibrachten. Denn schon Vitruv, der im ersten vorchristlichen Jahrhundert zehn Bücher über Stadtplanung, Technik und Architektur verfasste, schrieb über den Fachwerkbau.

Die Holzbautechnik ist freilich auch bei uns schon sehr alt. Die Pfahlbau-Eigenheime in Unteruhldingen standen schon vor 6000 Jahren am Ufer des Bodensees.

Doch Fachwerk ist etwas weit Kunstvolleres als der Blockhaus-Bau. Man baut da aus behauenen, ineinander gepassten Balken einen genau bemessenen hölzernen Käfig zusammen, ein Gerüst, dessen Wandfächer anschließend ausgefüllt werden - einst mit Weidenruten, die man hineinwand (wovon unser Wort "Wände" kommt), später mit Steinen. Und dieses Holzgerippe wird nicht etwa am Bauplatz bloß so zusammengenagelt. Man fügt es sorgfältig auf einem Zimmerplatz zusammen, nimmt es dann wieder auseinander, befördert die Balken zum Bauplatz und setzt dort alles endgültig zusammen - man bringt es, wie man so schön sagt, unter Dach und Fach.

Dazu braucht man sehr geschickte Handwerker, die Zimmerleute. Seit der Römerzeit ist der Beruf besonders geachtet. Selbst Kaiser Maximilian II. bekam als junger Mann eine Ausbildung auf dem Zimmerplatz. Auch Zar Peter der Große lernte dieses Handwerk - wenn er dabei auch nicht so viel sang, wie uns das Lortzing in seiner Oper "Zar und Zimmermann" glauben machen will.

Fachwerkbauten gibt es in ganz Europa. Und zahllose bei uns im Ländle, die lohnen, dass man sie betrachtet. Die einen, weil sie so uralt sind. Andere, weil sie kunstgeschichtliche Bedeutung haben. Die dritten, weil sie einfach schön sind.

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