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Reisen im Harz·Goslar I

Die Stadt der Kaiser

Goslar im Harz hat eine große Geschichte. Es war lange Zeit Deutschlands berühmteste Kaiserstadt.

Im Rammelsberg, südlich der heutigen Stadt, zog sich eine Silberader hin, die schon zur Römerzeit ausgebeutet wurde. Das brachte Kaiser Heinrich II. im 11. Jahrhundert dazu, hier seine Pfalz anzulegen. So entstand Goslar - eine der bedeutendsten Städte weithin und schon im 13. Jahrhundert Mitglied der Hanse. Ihre größte Zeit hatte die Reichs-, Kaiser- und Hansestadt im 16. Jahrhundert.

Schon unter Kaiser Heinrich III. entstand als Kaiserpfalz ein mächtiger Bau. Doch den gibt es so nicht mehr. Vom der romanischen Pfalz sind der langgezogene, zweigeschossige Saalbau und die angeschlossene Ulrichskapelle teils erhalten geblieben, teils im 19. Jahrhundert restauriert worden. In der Kapelle steht der Sarkophag des kaiserlichen Stifters.

Sehenswert ist in der Kaiserpfalz auch eine Ausstellung, die gut zeigt, was eine Kaiserpfalz einst war und welche Rolle sie im System der damaligen Kaiser hatte, die ihre Funktion ja vor allem im Herumreisen erfüllten.

Viel Altes blieb in Goslar erhalten. Am Marktplatz steht das mittelalterliche Rathaus mit spitzbogigen Arkaden und dem "Huldigungssaal" - einem farbenfroh ausgeschmückten Ratszimmer. An der Decke sind Szenen aus der Jugend Christi dargestellt, an den Wänden Kaiser und weise Frauen. Goslarer Bürger waren - ums Jahr 1500 - die Modelle. Ein besonders schönes, seltenes Ausstellungsstück im Huldigungssaal ist das Evangelienbuch vom Beginn des 13. Jahrhunderts.

Rund um den Markt reihen sich in engen Gassen historische Bürger- und Gildehäuser auf - zum Teil in Fachwerk, zum Teil schieferverkleidet. Die meisten haben schwarze Schieferdächer. Über zweihundert Häuser im Stadtkern stammen noch aus dem 15. bis 17. Jahrhundert.

Vom romanischen Kaiserdom, der zur Pfalz gehörte, blieb nach einem Abriß von 1820 die Vorhalle übrig. Dort steht, neben diversen Grabsteinen, der Kaiserstuhl aus Stein mit bronzenen Lehnen, ein Meisterwerk mittelalterlicher Handwerkskunst. Auf ihm saßen nicht nur ottonische und staufische Kaiser, sondern auch Wilhelm I., als er 1871 den ersten deutschen Reichstag eröffnete. (Allerdings stand der Stuhl damals - leihweise - in Berlin.)

>> Die Stadt der Kaiser
>> UNESCO-Welterbe: Altstadt und Bergwerk

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