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Reisen in Nordrhein-Westfalen·Festpiele

Vom 25. Juli bis zum 2. August 2015:
Das Libori-Fest in Paderborn

Paderborn hat ein erstaunliches Fest: Libori - ein Gemisch aus Kirmes, Kirche und Kultur. Der Grund für das Fest ist nicht weniger erstaunlich. Es war so, dass im neunten Jahrhundert Paderborns Bischof Badurad seinen Kollegen Aldrich im französischen Le Mans besuchte und ihn dabei fragte, ob der ihm vielleicht die wundertätigen Gebeine eines Heiligen schenken könne.

Denn die Paderborner hatten nichts Derartiges. Die in Le Mans dagegen schwammen im heiligen Gebein. Sie waren auch gleich bereit, einen Heiligen abzugeben: Herrn Liborius, der einst Bischof in Le Mans gewesen und im Jahre 397 gestorben war.

Liborius Gebeine kamen am 1. Mai 836 nach Paderborn. Gleichzeitig wurde zwischen beiden Städtchen ein "Liebesbund ewiger Bruderschaft" geschlossen. Er bestand weiter, als sieben Jahre später das Reich geteilt wurde und begründete so die älteste Städtefreundschaft zwischen Deutschland und Frankreich; sie besteht noch heute.

Der heilige Liborius wurde der Schutzpatron des Paderborner Doms. Und seit 1142 wird alljährlich das Liborius-Fest gefeiert. Zunächst gab es das nur mit einer Prozession. Aber dann, während des Dreißigjährigen Krieges, raubte Herzog Christian von Braunschweig den goldenen Libori-Schrein mit den heiligen Gebeinen. Erst fünf Jahre später kam der Heilige nach Paderborn zurück.

Diese Rückkehr wird nun seit 1622 alljährlich so gefeiert, dass man das herkömmlich fromme Libori-Fest volkstümlich gestaltet: mit einer rauschenden Kirmes in der ganzen Innenstadt, mit Folklore und Krämermarkt, mit Musik und Tanz, mit Bierbrunnen, Feuerwerk und Theater. Und dem Libori-Mahl.

Dieses Mahl, das schon 1449 urkundlich erwähnt wurde, besteht darin, dass sich geistliche Würdenträger sowie Vertreter von Politik, Wirtschaft und Kultur in der letzten vollen Juli-Woche versammeln, um - recht bescheiden - zu essen: eine Scheibe Schinken, ein Stück "drüge Wuorst" (Mettwurst), einen kleinen Käse, Paderborner Brot, einen Steinhäger und ein Bier.

Mehr Informationen:
www.erzbistum-paderborn.de

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