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Reisen im Bergischen Land·Gastronomie

Mit der Bergischen Kaffeetafel

Im Bergischen Land speist man schlicht, aber gut. Zu den Spezialitäten gibt es allerlei Geschichten - zu den Erbsen mit Speck ebenso wie zur Bergischen Kaffeetafel.

Bergisches Land - Bergische Kaffeetafel - Foto Touristik-Verband Oberbergisches Land e. V.
Bergische Kaffeetafel

Die Erbsen mit Speck isst man hier zwar seit Urzeiten, aber seit der Barockzeit sind sie adelig. Das war, als Kurfürst Johann Wilhelm II. bei der Jagd vom rechten Wege abgekommen war und eine Bäuerin ihm, der halb verhungert war, die Erbsen kochte. Die schmeckten ihm so, dass er die Bäuerin zur Schlossköchin machte. Und die Erbsen mit Speck zum bergischen Staatsgericht.

Zu den Spezialitäten des Bergischen Landes zählen aber auch Dicke Bohnen mit Speck sowie Erbsensuppe mit Kartoffeln, Schweinefleisch und Mettwurst. Sehr beliebt sind Reibekuchen (Kartoffelpuffer) aus rohen Kartoffeln, Zwiebeln, Eiern und Mehl, die man mit Apfelmus oder Rübenkraut isst.

Ein weiterer fester Bestandteil der Küche (allerdings weit jünger) ist die "Bergische Kaffeetafel". Auch sie hat ihre Historie: Im 19. Jahrhundert wurde es für die Städter der Umgebung Mode, im Bergischen Land zu wandern. Da lohnte es sich, ihnen kleine Speisen und, vor allem, Kaffee anzubieten. Um 1930 kam die "Bergische Kaffeetafel" in Mode.

Die zugehörige Kaffeekanne, die "Dröppelminna", ist allerdings viel älter. Die gab es schon ums Jahr 1700: aus Zinn gegossen, auf drei Füßen stehend und mit einem Ausfluss-Hähnchen. Gemütlich bauchig stand sie auf jedem besseren Kaffeetisch. Den Namen hatte sie nicht, weil sie nach dem Einschenken des Kaffes nachtröpfelte. Im Gegenteil: weil Kaffeesatz immer wieder das Hähnchen verstopfte und so das Ausschenken nur noch eine Dröppelei war.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die "Bergische Kaffeetafel" zu einer Art Brauchtum des Bergischen Landes. Was gehört dazu? Auf jeden Fall: Waffeln, zum Beispiel mit heißen Sauerkirschen und Schlagsahne. Natürlich Kaffee. Und sonst? Brot und Kuchen, Wurst, Rührei, Obst, Milchreis mit Zimt und Zucker...

Vor allem aber: viel Zeit, viel Ruhe. Und am Schluß: ein echter bergischer Korn.

(Die Dröppelminna ist zum Signet der gastronomischen Vereinigung "Bergische Gastlichkeit" geworden. Wo die Minna auf einem Emailleschild an der Wirtshaustür prangt, gibt es klassisch bergische Mahlzeiten.)

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