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Reisen im Bayerischen Wald·Regensburg I

Die letzte Großstadt
des Mittelalters

Die Regensburger vermeiden es möglichst, in ihrer Stadt ein Bauvorhaben zu beginnen. Denn fast jeder Spatenstich dringt in historischen Boden. Er bringt römische, karolingische oder mittelalterliche Funde ans Licht - und den Denkmalschutz zur Baustelle, der dann das Weitergraben stoppt.

Regensburg -  - Bild: Tourismusverband Ostbayern e.V.
Regensburg
Bild: Tourismusverband Ostbayern e.V.

Keine deutsche Stadt ist so reich an Geschichtlichem. Keine hat aber auch die letzten Jahrhunderte so gut überstanden. Regensburg ist die einzige nicht zerstörte Großstadt des deutschen Mittelalters - ein großes, ungemein lebendiges Museum. Nur als Autofahrer hat man es schwer: Man fährt durch die engen, winkeligen Gassen des 14. Jahrhunderts.

Die Stadt ist 2000 Jahre alt. Kelten hatten hier eine Siedlung; die hieß Radasbona. (Im romanischen Sprachraum ist Regensburg noch heute "Ratisbonne".) Nach den Kelten kamen die Römer. Ums Jahr 80 bauten sie jenseits der Donau ein Kohortenkastell. 179 wurde gegenüber der Mündung des Regen ein Legionslager gebaut. Marc Aurel brachte hier im "Castra Regina", dem "Lager am Regen", die dritte Italica-Legion unter.

Aus dem Lager machte man eine Festung; drumherum entstand eine Römerstadt, die dann wieder zerstört wurde.

Im sechsten Jahrhundert kamen die Bajuwaren. "Reganesburg" wurde Sitz der Agilolfinger Herzöge. Dann machte Karl der Große den Ort zur Lieblings-Residenz der Karolinger. Anschließend wechselten die Herren: Könige, Herzöge, Bischöfe.

Im 13. Jahrhundert wurde Regensburg zur selbstbewussten Freien Reichsstadt, aber am Ende des 15. Jahrhunderts war die schöne Zeit zu Ende. Es gab Wirren, Wirtschaftskrisen, Streitereien zwischen Bürgern und Bischöfen.

Doch Regensburg hatte im Reich einen solch guten Ruf, dass es auch nach dem 30jährigen Krieg zum Sitz mehrerer Reichsbehörden wurde. Vor allem tagte hier der "Immerwährende Reichstag", eine Vertretung der Reichsstände. Von 1803 bis 1810 war Regensburg sogar ein geistliches Fürstentum. Aber dann wurde es endgültig bayerisch.

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