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Gesundes Moor und elektrischer Strom: Vier charakteristische Seen

Vier ganz typische Seen liegen in den Vorläufern der Alpen. Das sind der Staffel- und der Kochelsee, der Walchensee und der Sylvenstein-Stausee.

Staffelsee: Heißluftballon über dem Blauen Land - Bildquelle: Tourist Info Murnau - Josef Beck
Staffelsee: Heißluftballon über dem Blauen Land
Bildquelle: Tourist Info Murnau - Josef Beck

Nordwestlich vom Oberammergau liegt sehr malerisch der kleine Staffelsee, durch sein moor- und eisenhaltiges Wasser der wärmsten in Oberbayern, mit sieben teilweise winzigen Insel und dem Hauptort Murnau. Der ist durch sein Kurbad bekannt; dort verabreicht man Moorbäder. Denn südlich vom Staffelsee dehnt sich ein großes Moorgebiet aus: Das Murnauer Moos. Das ist Bayerns größtes zusammenhängendes Moorgebiet, doppelt so umfangreich wie der ganze Staffelsee. Es ist ein Hochmoor mit einer vielseitigen Pflanzen- und Tierwelt, liegt sehr schön vor der Kulisse der Berge, ist 10 km lang und bis zu 4 km breit.

Murnauer Moos im Herbst - Bildquelle: Tourist Info Murnau
Murnauer Moos im Herbst - Bildquelle: Tourist Info Murnau

Wenn man sich unter einem Moor etwas Unangenehmes, Feuchtes, vielleicht sogar Gefährliches vorstellt, so wird man hier sehr angenehm enttäuscht. Feucht ist es vielfach, gewiss, denn das Murnauer Moos wird von zahllosen Bächen und Flüsschen durchzogen. Doch bei Trockenheit kann man es gefahrlos durchqueren. Es gibt mehrere Rundwege, die hindurch führen; der bekannteste ist 12 km lang. Von Murnau finden Sie leicht hin.

Herbst am Walchensee - im Hintergrund der Herzogstand - Bildquelle: Tölzer Land Tourismus - Hans Peter Schöne
Herbst am Walchensee - im Hintergrund der Herzogstand - Bildquelle: Tölzer Land Tourismus - Hans Peter Schöne

Ein gutes Stück östlich vom Staffelsee liegen, dicht beieinander, Kochel- und Walchensee. Genau gesagt: Sie liegen (was nur im Alpenraum möglich ist) schräg übereinander. Da sind 200 m Höhenunterschied. Nur so funktioniert, dass Wasser vom Walchensee in mächtigen Röhren zum Kochelsee hinunterschießt. Was man klug benutzt, um daraus elektrischen Strom zu produzieren.

Vom Bayernkönig Max, der im 19. Jahrhundert (noch stromlos) regierte, ist ein majestätischer Satz über Kochel überliefert: "Dies ist der schönste Platz in meinem Königreich."

Schön ist es dort tatsächlich. Besonders, wenn man über den Kochelsee hinaus in das oberbayerische Wiesen- und Weideland schaut.

Technisch Interessierte besuchen das Kraftwerk am Kochelsee. Bei Führungen wird erklärt, wie alles funktioniert. Was fast ein Wunder ist, denn als vor hundert Jahren das Kraftwerk am Kochelsee gebaut werden sollte, scheiterte dies um ein Haar daran, dass niemand wusste, was man denn mit der vielen Elektrizität überhaupt anfangen solle.

Auch mit dem Sylvenstein-Stausee, der - noch ein Stückchen weiter südöstlich in den Bergen - fast den Charakter eines Fjords hat, wird elektrische Energie gewonnen. Doch vor allem dient er dazu, das Wasser der Isar zu regulieren, denn die flussabwärts liegenden Orte waren immer wieder vom Hochwasser bedroht. Ein 40 Meter hoher Erdwall staut den See auf. Eine technisch wie ästhetisch sehr gelungene Lösung ist die 400 Meter lange Klammerbrücke, die den Autoverkehr über den Sylvenstein-See leitet.

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