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Reisen im Altmühltal·Main-Donau-Kanal I

Die ersten Pläne hatte Karl der Große

Seit 1992 gibt es eine gute Wasserstraßen-Verbindung zwischen den beiden großen deutschen Flüssen Rhein und Donau: Den Rhein-Main-Donau-Kanal. Oder, etwas kürzer, aber ausreichend: Den Main-Donau-Kanal.

Altmühltal - Beilngries - Schloss Hirschberg - Bildquelle: Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal
Beilngries - Schloss Hirschberg
Bildquelle: Naturpark Altmühltal

Der Kanal führt vom Main über Nürnberg und das Fränkische Seenland zum Naturpark Altmühltal. Den erreicht er bei Berching. Er zieht sich dann nach Beilngries, wo er auf die Altmühl trifft. Die benutzt er auf 34 Kilometern bis nach Kelheim. Dort mündet er in die Donau und es geht weiter nach Regensburg.

Dieser Kanal hat eine lang zurückliegende Historie. Schon 793 wollte Karl der Große ihn bauen, um eine Verbindung zwischen Rhein und Donau herzustellen. Das klappte aber nicht, denn die europäische Wasserscheide auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb war für seine Leute nicht zu überwinden. Immerhin waren tausende von Männern am Werk, und zwischen der Rezat und der Altmühl kam dann auch ein über drei Kilometer langer Kanal zustande, die "Fossa Carolina" - "Karls Graben", der offenbar benutzt wurde, um wenigstens hier die Schiffsmöglichkeiten zu nutzen. Bei dem kleinen Ort Graben, nordöstlich von Treuchtlingen an der Altmühl, kann man noch Reste der "Fossa Carolina" sehen.

Im 19. Jahrhundert wurde der Versuch wieder aufgenommen und 1846 übergab man einen "Ludwig-Donau-Main-Kanal" dem Schiffsverkehr. Den ließ König Ludwig I. bauen: 6000 Arbeiter waren mit Pickeln, Spaten und Schaufeln am Werk. Der Kanal, anderthalb Meter tief und 16 Meter breit, lief von Bamberg (am Main) über Nürnberg nach Kelheim. Dabei ging es von Bamberg zur Fränkischen Alb 187 m hinauf, von dort nach Kelheim 80 m hinab. Dazu brauchte man hundert Schleusen.

Das zunächst große Interesse an diesem Kanal ließ schnell wieder nach; die vielen Schleusen waren sehr beschwerlich. Und dann kam auch noch die viel praktischere Eisenbahn ins Geschäft. Im zweiten Weltkrieg wurde der Kanal schwer beschädigt; man gab ihn auf. Sie finden an dieser betagten Wasserstraße noch uralte Brücken, einige romantische Schleusen und nostalgische Hafenanlagen. Sowie die Treidelwege am Ufer, von denen Pferde einst die Frachtschiffe durch den Kanal zogen. Sie sind heute bequeme Fahrradwege.

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