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Reisen mit Reise Rat·News Januar 2012

In aller Kürze

Hier finden Sie eine Auswahl aktueller, touristisch interessanter Nachrichten, die Ihnen nutzen können - sehr knapp formuliert.

Ostbayern: Die verrücktesten Faschingsbräuche

Kaum ist Weihnachten vorbei und das Neue Jahr noch nicht alt denken die Alteingesessenen schon wieder an den Fasching. Anders als in Köln oder Düsseldorf gibt es hier Bräuche, die sich über Jahrhunderte herausgebildet und erhalten haben und wo man nicht nur auf der Straße schunkelt und möglichst viel trinkt, sondern man tut einfach Verrücktes.

Da ist zum Beispiel der Ort Dietfurt in der Oberpfalz. Am 16. Februar meint man, wenn man grade dort ist, man sei in China. Schon Tage vorher begegnen einem auf der Strasse freundlich grinsende Menschen mit Chinesenzopf, bestickten Seidengewändern und schräg geschminkten Augen. Am Unsinnigen Donnerstag - das ist eben der 16. Februar - erreicht das merkwürdige Treiben im sonst so gesitteten Dietfurt seinen Höhepunkt. Unter dem Beifall der vielen Zuschauer ziehen Dutzende von Musikgruppen und Wagen im Chinesenlook durch die Strassen. Auf einer pompösen Sänfte wird der Kaiser im Großen Drachenwagen vorbeigezogen - es ist jetzt der Neunte, wozu er auf dem Rathausplatz proklamiert wird, welcher nunmehr der Platz des Himmlischen Friedens ist. Mit seinem großen Hofstaat stimmt hier der Kaiser die Dietfurter Faschingshymne an, allerdings ist sein chinesisch nicht sehr perfekt, sondern klingt eher bayerisch. Die Zuschauer huldigen ihm mit dem Ruf "Kille-Wau", bevor das närrische Treiben in den örtlichen Gaststätten fortgesetzt wird, und zwar ausgiebig bis zum Faschingsdienstag.

Da kommt dann das Klageweib und zieht bis Mitternacht durch die Strassen, bevor die Mitglieder des Begräbnisvereins in weißen Gewändern auftauchen, den Fasching in einem kargen Sarg abholen, ihm noch einmal seine Schandtaten vorhalten, um ihn dann endgültig bis zum nächsten Jahr zu begraben. Und dann kehrt wieder Ruhe ein in Dietfurt.

www.dietfurt.de

Bayerischer Jura: "Fischzug" nur für Männer

Nach Schmidmühlen geht der närrische Mann am Aschermittwoch. An den vorhergegangenen Faschingstagen hat er genügend getrunken und Unsinn gemacht. Nun muss er büßen. Dazu zieht er einen schwarzen Anzug an und setzt einen Zylinder auf. Es gibt einen Zeremonienmeister, welcher den närrischen Herren - es sind deren unbedingt immer 80 - einen Fisch auf den Rücken malt und zwar mit weißer Kreide. Alsdann formiert man sich im Gänsemarsch zu einer langen Schlange, begibt sich auf die linke Straßenseite und besucht dort jede einzelne Wirtschaft - wohlgemerkt, nur die auf der linken Straßenseite Da sich aber zuweilen auch auf der rechten Straßenseite einladende Wirtshäuser befinden, macht man große Anstrengungen und mühsame Umwege, um auch in diese zu gelangen. Wenn man unterwegs ist, darf man weder lachen, noch reden, noch pfeifen und auch nicht rauchen - schließlich handelt es sich um einen Trauerzug. Am Ende des Umzugs werden die dann sicherlich leeren Geldbeutel unter Jammern und Wehklagen feierlich beerdigt.

www.schmidmuehlen.de

Bayerischer Wald: Wo Bäume sprechen

In St. Oswald im Bayerischen Wald gibt es ein sehr interessantes Museum für Naturfreunde. Es ist ein waldgeschichtliches Museum, in dem man beispielsweise alles über unsere heimischen Wälder erfahren kann und auch, wie sich die Landschaft durch Erosion und Gletscher entwickelte und sich im Laufe der letzten 15 000 Jahre verändert hat.

Mit den Stimmen bekannter Schauspieler erzählen Bäume, warum und seit wann sie sich gerade hier heimisch fühlen und wie sie überhaupt hergekommen sind. In einem "begehbaren Baum" kann man auf einer Wendeltreppe von den Wurzeln bis zur Krone hinaufsteigen, wo sich Vogelnester befinden.

Ab dem Sommer 2012 kann man im Untergeschoss des Museums alles über die Nutzung unseres Waldes erfahren und im Herbst wird das Museum komplettiert mit einer Kulturgeschichte des Waldes und einer wunderbaren Fotoausstellung.

www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Bayerischer Wald: Nun rennen sie wieder

Wie jedes Jahr steht auch 2012 wieder das traditionelle Schlttenhunderennen in Haidmühle an. Und zwar am 25. und 26. Februar. Vor der verschneiten Kulisse des Bayerischen Waldes finden sich alljährlich tausend begeisterte Hundefreunde ein, die alle die vielen Gespanne der Huskys sehen wollen. In Haidmühle ist nämlich das größte und bekannteste Hundeschlittenrennen Europas. Die Gespanne kommen aus allen Ländern und die Hunderassen sind so verschieden, wie die Sprachen der Hundeschlittenführer. Da gibt es Grönlandhunde und Alaskan Malamutes, Samojeden und Sibirian Huskys und alle wollen nur eines: laufen, laufen, laufen. Es werden 2012 ca. 120 Gespanne erwartet und es wird in vier Disziplinen gelaufen von 4 bis 35 Kilometer.

Man tut gut daran, sich rechtzeitig ein Quartier zu suchen, wenn man das Spektakel miterleben möchte.

www.haidmuehle.de

Neues aus Bayerns Thermen

Es gibt viele Möglichkeiten des Abnehmens - die Zeitschriften sind voll davon, die Diäten zahlreich und viele Menschen wollen vor allem nach den Weihnachtsfeiertagen die fröhlich angegessenen Pfunde wieder loswerden.

Im Kurort Bad Gögging hat man sich etwas Besonderes ausgedacht: Ein Sozialpädagoge und seine Künstlergattin sowie ein offizieller Fastenleiter machen geführte Wanderungen mit einem Esel. Das Grautier geht nicht sehr schnell und man muss sich ihm anpassen. Auf diese Weise geht man gewissermaßen in sich und meditiert während des langsamen Schreitens. In diesem Wochenprogramm kann man wählen zwischen der Möglichkeit, völlig auf feste Nahrung zu verzichten und nur Wasser zu trinken oder die etwas leichtere Möglichkeit des Früchte-Gemüse-Fastens. In diesem Wochenprogramm ist außerdem eine Aloe-Vera-Massage enthalten und man erhält Anleitungen zur Meditation. Selbstverständlich werden die Teilnehmer sorgfältig überwacht und vom Leiter betreut.

www.atelier-kronauer.de

Spanien: Kulinarisches

In der Zeit von 23. Januar bis zum 5. Februar 2012 findet zum nunmehr dritten Mal in Madrid das große Gastrofestival statt. Mit seinen über 3000 Restaurants, von denen 10 Michelin-Sterne haben, ist Madrid - neben Barcelona - für Feinschmecker und Liebhaber der spanischen Küche ein echtes Schlemmerparadies. Auf den Märkten der Stadt kann man die unterschiedlichsten Tapas probieren - oft kostenlos - und Kulturbeflissene besuchen das Nationalmuseum für Anthropologie oder auch das Romantikmuseum, wo man Ausstellungen und Filme zum Thema Gastronomie sieht. Und mit diesem Thema beschäftigen sich auch mehr als 20 Galerien in der Stadt. Eine neue Attraktion in diesem Jahr sind Schönheitsbehandlungen mit Schokolade, Kirschen oder Öl. Natürlich gibt es auch Kochkurse zur gesunden Ernährung und jede Menge Weinproben.

www.esmadrid.com

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