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Reisen mit Reise Rat·Reisebücher Juli 2009

Neue Bücher, neue Landkarten

Das Internet mit Disketten und Bildschirm ist eine gute und nützliche Sache. Aber gedruckte Bücher und Landkarten sind allemal noch die feineren Bestandteile der Medienlandschaft. Weshalb wir hier von beiden Gruppen vorstellen, was uns touristisch nützlich erscheint.

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Schupfnudeln inklusive. - Das Allgäu ist eines der beliebtesten deutschen Reisegebiete. Da gibt es Seen und Wasserfälle, Schlösser und Klöster, romantische Städte und wunderschöne Wanderwege. Lindau am Bodensee oder Ludwigs Märchenschloss Neuschwanstein gehören ebenfalls dazu. Das ist in einem neuen Bildatlas sehr attraktiv dargestellt. Und glücklicherweise hat die Fotografin nicht die verbreitete Vorstellung gehabt, in jedes Bild eine moderne Art von Dynamik hineinzupfuschen. Es sind überwiegend sehr ruhige, eindrucksvolle Bilder. Genügend Dynamik bringt die Natur, diese großartige Landschaft des Allgäus. Dazu gibt es in dem Heft eine Fülle von klugen Hinweisen und guten Ratschlägen: Was man sehen und erleben sollte, wie man hinkommt. Auch über die Allgäuer Gastronomie wird ausgiebig gesprochen - über den weitbekannten Käse, aber auch über Wildkräuter-Vinaigrette oder Brennnessel-Schupfnudeln (HB-Bildatlas "Allgäu", 126 Seiten - 8.50 Euro).

Auf dem Rad nach Budapest. - Radfahren wird in Deutschland immer beliebter. Es gibt allerdings auch viele sehr schöne Wege bei uns, die eigens für Radwanderer angelegt oder ausgebaut wurden. Einer davon und vielleicht der Schönste, sicher aber einer der am Angenehmsten zu befahrenden ist der Donau-Radweg. Der ADAC, eigentlich für Autowanderer zuständig, hat für die Radfahrer ein handliches Büchlein über den Donauweg ausgearbeitet - einen Wegweiser von Passau bis Budapest. Man liest, wie man den Weg am besten fährt, bekommt aber auch einige Varianten sowie lohnende Abstecher gezeigt und lernt viel kennen, was man unterwegs besichtigen kann, wo sich die Donau unterwegs zum baden eignet sowie welche Hotels und Restaurants sich am Wege empfehlen (ADAC-Tour-Books: "Die schönsten Fahrrad-Touren - Donau-Radweg", 190 Seiten - 12.95 Euro).

Im Guinness-Land. - Hier wird Irland mit zehn Entdeckungstouren vorgestellt - von einer spannenden Tour, die zur Eremiten-Insel Skellig Michael führt, bis zu einer zu den "Pubs der trinkenden Dichter" in Dublin. Man erfährt auch, was es mit diesen Pubs überall im Lande eigentlich auf sich hat, aber auch, woher das Guinness-Bier in den Pubs kommt. Und, nebenbei, dass das inzwischen weltberühmte "Guiness-Buch der Rekorde" in der Guiness-Brauerei geboren wurde. Die Autorin stellt ihre Lieblingsorte vor und man lernt viel Erstaunliches, Hintergründiges kennen, an dem in Irland ja kein Mangel ist. Das gilt für die irische Historie seit den Wikingern ebenso wie für die Gegenwart (DuMont-Reise-Taschenbuch: "Irland", 288 Seiten - 14.95 Euro).

Seien Sie versichert! - Wer bei einer Urlaubsreise krank wird, kann Probleme bekommen. Die gesetzliche oder private Krankenversicherung, die zuhause in Deutschland guten Schutz gibt, zahlt im Ausland oft gar nicht oder nur teilweise. Und dann kann es dennoch sein, dass der ausländische Arzt gleich vor Anfang einer Behandlung Bargeld sehen will. Was tun? Da hilft nur eine stabile Auslands-Krankenversicherung. Aber welche? Und in welchen Ländern ist sie unbedingt nötig, in manchen nur vielleicht? Da kam nun als Berater ein Taschenbuch heraus - bisher vielleicht das einzige auf diesem Gebiet (wir kennen kein anderes). Der Autor, Versicherungs-Profi und seit Jahren ein Experte für Auslandsversicherungen: "Das Schwierigste ist, die richtige zu finden." Das Handbuch zeigt zahlreiche Wege auf, bewertet sie und gibt viele Tipps (Verlag Interna: "Expertenrat: Auslandskrankenversicherung". 159 Seiten - 24.90 Euro).

Reiseatlas - neu und handlicher. - SHELL hat einen neuen Reiseatlas herausgebracht. Der scheint uns besonders praktisch, weil er sehr handlich ist: Format zwar DIN A 4 (das ist nötig), aber nur 728 Seiten dick. Das ist wenig; der letzte "Shell", den wir hier hatten, war ein Klotz mit 1280 Seiten. Allerdings hat der Dicke über 800 Seiten Kartenteil und umfasst Europa komplett, von Hammerfest bis Tanger. Der Neue kommt dagegen mit 450 Kartenseiten aus, aber er beschränkt sich auf Mitteleuropa. Das allerdings durchweg im Maßstab 1:300.000. Den meisten Fahrern genügt das sicherlich. Und dann hat dieser neueste Atlas einen flexiblen Umschlag, wie wir uns das schon immer gewünscht haben. Aber bei dickeren Atlanten geht das offenbar gar nicht (Shell: "Reiseatlas 2009/2010", 728 Seiten - 15.95 Euro).

Visite in Venedig. - Venedig verändert sich: Es verliert seinen Charakter und wird zur reinen Touristenstadt. 1980 wohnten dort noch 120.000 Ansässige, heute sind es kaum 60.000. Sie fliehen vor den Touristen. Allein an einem Wochenende im Mai vergangenen Jahres kamen 80.000 Besucher in die Stadt. Wie soll man sich verhalten? Helfen, den Tourismus zu bremsen, um das altväterliche Venedig möglichst zu bewahren? Der ADAC hält davon nichts. Er hat jetzt einen Bild-Reiseführer herausgebracht, der bestechend gut ist. Die Bilder sind teilweise geradezu wundervoll, die verhältnismäßig wenigen, aber ausreichenden Texte sehr informativ. Die Führung durch die wichtigsten Museen der Stadt ist hervorragend. Kurz: Das Handbuch eignet sich für die Vorbereitung eines Venedig-Besuchs, hilft dort mit Stadtplänen gut weiter und ist nachher eine schöne Erinnerung; man braucht nicht selbst zu knipsen (ADAC-Bildreiseführer: "Venedig", 222 Seiten, 16.95 Euro).

Im Nordwesten der USA. - Wieder hat Baedeker einen USA-Führer herausgebracht: Zum erstenmal nun auch für den Nordwesten der USA; ein Stückchen Kalifornien ist mit dabei. Das dicke Buch enthält sehr viele gute Hinweise: Welche Besuche sich lohnen und welche sich sehr lohnen - zusammengefasst in 17 Autotouren. Die haben typisch amerikanische Ausmaße: drei sind zwischen 2000 und 5390 km lang. Zu den sehr lohnenden Zielen gehört der Glacier National Park in Montana, der sehr breit und genau vorgestellt wird. Außer ihm gibt es gute Hinweise für sechs andere Parks und neun weitere Natur-Attraktionen - einschließlich dem Napa Valley, dem berühmten US-Weinbau-Gebiet. Natürlich werden auch viele Städte vorgestellt, aber richtig liebevoll behandelt wird nur eine: San Francisco (Baedeker: "USA Nordwesten", 490 Seiten, 22.95 Euro).

Für touristische Fans. - Auch in diesem Jahr gibt es einen umfangreichen "TID". Das dicke Handbuch wird zwar eigentlich für Reise-Profis aufgelegt, aber wir stellen es gern auch ganz normalen Ferienreisenden vor - sofern diese ihre Reisen selbst planen, organisieren und buchen. Denn der TID enthält 3000 sehr brauchbare Touristik-Adressen: Die Informationsstellen aller Reiseländer weltweit, sehr viele Reiseveranstalter und natürlich auch die touristischen Vertretungen der deutschen Bundesländer sowie einzelner Städte und Reiseregionen - alle auf dem aktuellen Stand. Ganz neu ist, dass es diese TID-Daten auch im Internet gibt - aber nur für den, der vorher das Buch gekauft hat (www.tid.de: "TID 2009", 1042 Seiten - 66.00 Euro).

Entspanntes London. - London hat sich verändert. Es wirkt viel ruhiger, die Menschen sind entspannter - seit in der Londoner City die Auto-Maut eingeführt wurde. Das hat den Verkehr um 38% reduziert. Touristen dürfen sich freuen; Busse haben nun freie Fahrt, Fußgänger schlendern mit deutlich mehr Vergnügen durch die Stadt. Das liest man im neuen HB-Bildatlas, und so wirkt selbst dieses Magazin: merkbar entspannt gegenüber älteren London-Darstellungen. Die Millionenstadt ist nach wie vor turbulent, aber sie hat teilweise sogar zu ihrem dörflichen Charakter zurückgefunden. Dies, aber auch viele praktische Hinweise entnimmt man dem Magazin. Kurz gesagt: Wer eine Urlaubswoche in London plant (und das lohnt sich allemal), hat hier einen perfekten Lotsen an der Hand. Der führt einen auch durch Londons berühmte Museen sowie durch seine Unterhaltungangebote (HB-Bildatlas: "London", 118 Seiten - 8.50 Euro.).

Der größte Kanton. - Ein neues ADAC-Reisemagazin stellt Graubünden vor. Untertitel: "Deine Welt sind die Berge". Die bestimmen - in der Realität wie in diesem Heft - die Gegend. Der Schweizer Kanton ist bei Touristen nicht ganz so bekannt wie das Wallis oder der Tessin, aber er ist einer der interessantesten. Immerhin gehören auch Arosa und St.Moritz dazu, Chur und das "Heidi-Land", dazu die Rhätische Bahn mit dem Glacier-Express. Das ist alles sehr sorgfältig aufbereitet, auch mit guten Bildern versehen - aber man wird den Eindruck nicht los, dass dieser größte Kanton der Schweiz mit seinen über 7000 Quadratkilometern ein paar Erklärungen mehr nötig hat, als in einem schlanken Magazin Platz haben (ADAC-Reisemagazin "Graubünden", 164 Seiten - 7.80 Euro).

Bodensee-Auswahl. - Vor uns liegt ein Bodensee-Reiseführer der genussbetonten Art: Es geht es um originelles Sehenswertes und gleichzeitig um Kulinarisches. Bei den sehr besuchenswerten Orten wurden natürlich etliche große ausgesucht: Konstanz, Lindau, Friedrichshafen - und so weiter. Auch zahlreiche viel kleinere werden vorgestellt, wenn sie Besonderes bieten. Für das Kulinarische dürfen elf ausgesucht gute Köche auftreten. Und Leuten, die nur wenig Zeit haben, werden zehn schnelle Tipps verraten. Insgesamt entstand ein originelles, sehr journalistisch aufgemachtes Buch - hübscher, unterhaltsamer Lesestoff (Gmeiner-Verlag, Messkirch: "66 Bodensee-Orte und 11 Bodensee-Köche", 191 Seiten - 14.90 Euro).

Ungarn individuell. - Hier haben wir einen neuen, soliden, zuverlässigen Ungarn-Reiseführer. Aber der beschränkt sich nicht auf das Herkömmliche: Baden im Plattensee, Schippern auf der Donau, Bummeln in Budapest. Er nimmt den Leser mit auf individuelle Entdeckungsreisen hinaus aufs Land, zu herzlichen Menschen und urtümlichen Nationalparks, und liefert zahlreichen Hinweise für eigene Abenteuer. Besonders liebevoll wird das ungarische UNESCO-Welterbe vorgestellt: Die Hortobágy-Puszta, das Budapester Burgenviertel, das historische Weingebiet Tokaj-Hegyalja. Die Stadt Pécs wird im Buch und zusätzlich in einem eingehefteten, herausnehmbaren "Kultur-Guide", sehr breit präsentiert. Denn sie ist 2010 die Europäische Kulturhauptstadt (DuMont Richtig Reisen: "Ungarn", 448 Seiten, 22.95 Euro).

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