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Reisen mit Reise Rat·Reisebücher April 2009

Neue Bücher, neue Landkarten

Das Internet mit Disketten und Bildschirm ist eine gute und nützliche Sache. Aber gedruckte Bücher und Landkarten sind allemal noch die feineren Bestandteile der Medienlandschaft. Weshalb wir hier von beiden Gruppen vorstellen, was uns touristisch nützlich erscheint.

Wollen Sie über ein Buch oder eine Landkarte noch mehr wissen oder gleich online kaufen? Klicken Sie auf die Abbildung!

Die Camargue - und vieles andere. - Die Provence ist ein zauberhaftes, vielleicht das sympathischste Stück von Frankreich. Die meisten Sonnenstunden des Landes hat sie auch. Wenn man in die Provence reist, muss man nicht unbedingt an die Cote d'Azur denken oder an Marseille. Es gibt viel mehr Sehens- und Erlebenswertes. Da sind die Städte Avignon, Arles, Villeneuve und Aix-en-Provence, da ist die Camargue - und zahlloses andere. Über diese Gegend kam nun erneut ein dickbäuchiges Handbuch heraus, gut aufgebaut und sympathisch geschrieben. Damit kann man sich überall in der geographisch ein wenig komplizierten Provence gut zurechtfinden (Reise-Know-How: "Provence", 624 Seiten - 19.90 Euro).

Tunesien - auch mit dem Fahrrad. - Es ist Jahre her, da war die tunesische Insel Djerba als Urlaubsziel groß in Mode. Der Trend hat nachgelassen, aber das heißt keineswegs, dass Djerba nicht nach wie vor eine sehr empfehlenswerte Feriendestination ist. Die Zahl der gedruckten Reiseführer ist bescheidener geworden, aber Marco Polo hat nun wieder einen herausgebracht: Klein, handlich, nützlich. Die nur 514 qkm große Insel mit den weiten Ständen ringsherum wird sachlich beschrieben. Erfreulich detailliert erfährt man, wohin man von Djerba aus im traditionellen Südtunesien, dem Festland, Ausflüge machen kann. Natürlich mit dem Auto, aber - manch einer wird staunen - auch mit dem Fahrrad oder wandernd (Marco Polo: "Djerba", 128 Seiten - 9.95 Euro).

Vor allem: die Ortenau. - Hier haben wir einen neuen, sehr hübsch gemachten Bildband über eine der landschaftlich wie kulturell interessantesten deutschen Gegenden: Den Südschwarzwald. Man sieht ausgezeichnete Fotos und liest liebenswerte Texte. Auch an praktischen Hinweisen ist kein Mangel. Am besten gelang die Darstellung der Ortenau, die ja auch ein unübertroffenes Schmuckstück dieser Gegend ist - mit Gengenbach, Offenburg und Zell am Harmersbach. Wir lesen da: "Das Mittelalter kann man in zahlreichen Orten noch mit den Händen greifen." Das ist richtig. Und der Fotograf zeigt das in meisterhaft eingefangen Bildern (HB-Bildatlas "Schwarzwald Süden", 118 Seiten - 8.50 Euro).

Maßstab 1:150.000. - Die Zahl wirklich guter Auto-Atlanten, die im Buchhandel angeboten werden, nimmt zu. Man kann sich aussuchen, was einem passt. Die zwei wichtigsten Faktoren, die sich gemeinsam leider nie optimieren lassen, sind dabei: Welcher Maßstab? Und welche Buchgröße? Bei 1:300.000 kann man ein noch einigermaßen handliches Buch im Format DIN 4 drucken - praktisch fürs Auto. Bei 1:200.000 wird das schon kritisch, 1:100.000 braucht ein großes, für das Auto unhandliches Format. Der ADAC geht jetzt einen Mittelweg: Einen Atlas 1:150.000. Er ist sehr gut bearbeitet und geradezu ein Muster an Detailreichtum - aber das ist leider auch nur im großen Format DIN A 3 zu machen. Das gewichtige Buch ist erstaunlich preiswert (ADAC: "Maxi Atlas Deutschland", 430 Seiten - 19,95 Euro).

Teils Magnet, teils Moloch. - Die große südindische Landzunge gilt bei vielen Kennern als das eigentliche, das besuchenswerte Indien - weit weg von der modernen Landeshauptstadt Neu Delhi. Dumont hat über diese Gegend ein umfangreiches, interessant bebildertes Reisebuch herausgebracht - mit vielen Hinweisen auf die Tradition, die farbenfrohen Feste und die ganze oft sehr beschwingte südindische Atmosphäre. Die Stadt Mumbai (das einstige Bombay), Indiens Wirtschaftsmetropole, scheint da nicht so ganz hineinzupassen. "Für die einen ist es ein Magnet, für die anderen ein Moloch" kann man da lesen. Aber man bekommt auch sehr ausführliche Tipps, wie man als neugieriger Besucher mit Mumbai zurechtkommt (Dumont Richtig Reisen: "Indien - der Süden", 504 Seiten - 24.95 Euro).

Zur Freude an der Natur. - Vierzehn Nationalparks gibt es inzwischen in Deutschland - vom Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer bis ins Berchtesgadener Land. Jeder ist anders, jeder lohnt einen Besuch. Hier sind sie alle in einem Handbuch zusammengestellt. Man erfährt sehr viel Detailreiches über den speziellen Charakter der jeweiligen Gegend, welche Tiere und welche Pflanzen man trifft, auch wo sich gut wandern lässt. Interessante Bilder, kleine Landkarten und sehr viele Besichtigungs- oder auch praktische Reisehinweise sind jeweils dabei - von Einkehr- und Übernachtungstipps bis zu Adressen fürs Kutschen- oder Kanumieten. Es ist ein sehr gutes Handbuch für alle, die ihre Freude an der Natur noch nicht verloren haben (National Geographik Deutschland: "Deutsche Nationalparks", 272 Seiten - 22.95 Euro).

Weißer Fleck auf der Landkarte. - Belgien ist ein schönes, eigenartiges, in manchem seiner Bezirke faszinierendes Land. Und doch ist die Zahl der Deutschen, die dorthin in Urlaub fahren, gering. Weshalb? Weil das Land so nahe liegt? "Für viele ist das Königreich Belgien ein weißer Fleck auf der Landkarte", steht in dem neuen Belgien-Führer, den wie hier haben, "und dass Belgien so seltsam unbekannt ist, liegt an den Belgiern selbst. Nicht viel Wind um die Dinge zu machen, halt ein Zug belgischer Wesensart." Auch dieses Buch macht nicht viel Wind, aber es stellt geradezu musterhaft klar, was Belgien zu bieten hat: Von den weißen Stränden am Meer bis zu den waldreichen Ardennen, von Flandern bis Antwerpen. Man bekommt Lust auf das Land! (DuMont Reise-Taschenbuch "Belgien", 288 Seiten - 14.95 Euro)

Nicht gut. - Nahezu die ganze Karibik, konzentriert in einem kleinen Taschenbuch - das klingt gut. Aber es ist nicht gut. Ein Dutzend zum Teil sehr ausgedehnte Inselgruppen auf 150 Druckseiten zusammengepresst - man kann ausrechnen, was da für jedes dieser wunderschönen Urlaubsgebiete bleibt, wobei auch nur für eines drei Wochen Ferien viel zu wenig sind, um das Wichtigste kennenzulernen. Was bekommt der Leser hier an die Hand? Meist weniger als eine Seite Allgemeines über eine der Inselgruppen, drei oder vier Seiten über ein großes faszinierendes Gebiet (beispielsweise über Guadeloupe oder Martinique), und auf diesem Platz dann auch noch zwei von vielen Hotels, zwei Restaurants, einige Einkaufstipps... Das ist ganz gut, um sich zuhause auszusuchen, wo man hinfliegen könnte. Oder um auf einer Karibik-Kreuzfahrt, die an jeder Inselgruppe für einen Tagesausflug anlegt, das Nötigste zu erfahren. Aber sonst? Marco Polo bietet meist sehr viel Besseres (Marco Polo: "Karibik", 152 Seiten - 9.95 Euro).

Wird es ein Standard-Werk? - Das historische Russland ist, seitdem man dort wieder einigermaßen unbeschwert herumreisen kann, ein faszinierend abenteuerliches Feriengebiet. Baedeker hat viel Arbeit aufgewandt, um nun ein dickes Buch über das europäische Russland herauszubringen - vom Nordmeer bis ans Schwarze Meer, von Finnland bis in den Ural. Dass Petersburg sehenswert ist und im gewissem Rahmen auch Moskau - das ist sicher. Aber wer weiß schon von den Kischi-Insel im Onega-See mit ihren wunderschönen hölzernen Kirchen? Oder von den Solowezkij-Inseln im Weißen Meer? Hier werden sie als Attraktionen vorgestellt, die selbst lange Reisen wert sind. Oder der "Goldene Ring", eine Fahrt von einer großartigen altrussischen Stadt zur nächsten? Dies lohnt sich schon als Sonntag-Nachmittag-Lektüre, so spannend ist es. Das Buch hat alle Eigenschaften, ein Standard-Werk zu werden (Baedeker: "Russland - Europäischer Teil", 606 Seiten - 25.95 Euro).

Abenteuer mit Kindern. - Ferienmachen mit Kindern - ein kleines Problem, seitdem die Tradition der gutbürgerlichen Sommerfrische nicht mehr gilt. Wie reist man am besten - mit Bahn, Flug, Auto? Wo gibt es empfehlenswerte Familienhotels und Familiencamps? Wo stehen familiengeeignete Jugendherbergen? Machen Familienferien auf Costa Rica wirklich Sinn? Welche Erlebnisse finden Kinder abenteuerlich und attraktiv - und welche gar nicht? Wo sind Sparpreise sinnvoll? Welche Probleme können entstehen, wenn man mit Babys Flugreisen macht? Hier entstand ein zeitgemäßes, gar nicht gefühlsschwärmerisches Magazin, das sehr anregend ist und auch viele exakte Hinweise gibt (GEOSAISON Extra: "Reisen mit Kindern", 138 Seiten - 8.00 Euro).

Auch Druckseiten für Genießer. - Dieser Bildatlas hat völlig recht: Wer Freiburg besucht, ist gut beraten, auch die nahe ausländische Nachbarschaft anzusteuern: Colmar im Elsass und Basel in der Schweiz. Alle drei sind mitsamt ihrer umgebenden Landschaft sehr interessant. Und sie werden in diesem Bildatlas gut dargestellt - in den Fotos wie auch im Text. Die ganze Gegend ist ja sowohl landschaftlich als auch mit ihren touristischen Einrichtungen attraktiv - und ebenso auf gastronomischem Gebiet. Bei Freiburg gibt es das Markgräfler Land und den Kaiserstuhl, auf dem (wie manche Kenner sagen) Deutschlands bester Wein wächst. Und im Magazin gibt es dafür acht Druckseiten für Genießer (HB-Bildatlas "Freiburg - Basel - Colmar", 118 Seiten - 8.50 Euro).

Washington-Tipps. - Ein halbes Jahrhundert lang war Washington eine müde, fast schläfrige Stadt. Das ändert sich! Nicht nur, seit Präsident Obamas Hund dort herumtobt - auch sonst: Viele neue Restaurants, Nachtklubs und Fun-Fitness-Studios haben in den letzten paar Jahren dort eröffnet, auch einige sehr interessante Kulturzentren. Es ist wieder etwas los in der Hauptstadt der USA - und keiner weiß so genau, warum. Jetzt kam ein neuer Stadtführer heraus, der zahllose ganz aktuelle Tipps gibt - aber auch "Low Budget"-Hinweise, damit man in Amerikas Metropole nicht allzufrüh bankrott geht (Marco Polo: "Washington D.C.", 136 Seiten - 9.95 Euro).

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