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Reisen mit Reise Rat·Reisebücher Dezember 2008

Neue Bücher, neue Landkarten

Das Internet mit Disketten und Bildschirm ist eine gute und nützliche Sache. Aber gedruckte Bücher und Landkarten sind allemal noch die feineren Bestandteile der Medienlandschaft. Weshalb wir hier von beiden Gruppen vorstellen, was uns touristisch nützlich erscheint.

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Mit kleinem Budget. - Der Titel dieses voluminösen Handbuches sagt alles über seinen Inhalt: "Südostasien für wenig Geld - Große Reisen mit kleinem Budget". Es geht um Brunei und Indonesien, um Kambodscha und Laos, um Malaysia und Osttimor, um die Philippinnen und Singapur, um Thailand und Vietnam. Über ein Dutzend Globetrotter waren die Autoren; sie geben hier Tipps aus eigener Erfahrung. Und nach dem, was sie schildern und empfehlen, scheint es durchaus möglich, auch mit knappen Mitteln Südostasien zu erleben, zwischen Pazifik und indischem Ozean: brodelnde Metropolen und feinsandige Badestrände, buddhistische Tempel und aktive Vulkane. Man liest aber auch locker geschriebene Einführungen in die jeweilige Regionalgeschichte und bekommt viele handfeste Tipps, wo man für sehr wenig Geld erstaunlich gut speist. Ein sehr brauchbares, nützliches Handbuch für wirklich interessierte Asien-Fans (Lonely Planet: "Südostasien für wenig Geld", 1084 Seiten - 28.95 Euro).

Voller handfester Hinweise. - Der Gardasee bietet eine der schönsten, sympathischsten Landschaften Italiens. Und viele Kenner der Gegend meinen, da müsse man einfach nur hinfahren - es präsentiere sich auch ohne nähere Gebrauchsanweisung ein traumhaftes Panoptikum neben dem anderen. Das mag zwar sein, aber mit einem gut gearbeiteten Magazin voller handfester Hinweise hat man doch noch sehr viel mehr von dem See und seiner Umgebung. HB legt solch einen Bildatlas vor, gut fotografiert und voller feiner Tipps, die geografisch nicht nur die Ufer des Gardasees betreffen, sondern auch die weitere Umgebung des Trentino (HB-Bildatlas "Gardasee - Trentino", 118 Seiten - 8.50 Euro).

Das Interessanteste in Zürich. - Das macht einen Besuch in Zürich so angenehm: Alles Wichtige, Sehens- und Erlebenswerte liegt eng beisammen im Bereich der Limmat, die in den Zürichsee fließt. Man braucht kein Auto, um Museen oder Kaufhäuser zu finden, Kinos oder Kathedralen. Das besorgt man in Zürich alles zu Fuß. Wenn man dann noch ein kleines Handbuch dabei hat, einen guten "City Guide", dann entgeht einem nichts. Zumal, wenn da auch noch vermerkt ist, was man an einem Tag, einem Wochenende oder in fünf Tagen erleben kann (Reise-Know-How CityGuide: "Zürich", 264 Seiten - 12.80 Euro).

Harte Beinarbeit. - Da ist ein Dreißigjähriger, Carsten Janz, in neun Jahren abenteuerlich um die ganze Welt geradelt: durch Europa und Afrika, Asien und Australien, Nord- und Südamerika. Gut, zwischendrin musste er - der Ozeane wegen - auch mal das Flugzeug nehmen. Aber sonst: hunderttausend Kilometer stramme Beinarbeit auf unendlich langen Strecken. Mit 83 Reifenpannen. Das ist nicht nur spannend zu lesen, spannender und unterhaltsamer als die meisten Abenteuer-Romane. Es gibt auch all Jenen, die einen Radfahrurlaub im Sinn haben, viele nützliche Tipps für jedes der Länder, die Janz durchquerte. Man findet sogar eine fünfseitige Ausrüstungs-Liste mit den Dingen, die für unterwegs nötig sind. Und amüsant geschrieben ist das Buch auch noch (Delius Klasing: "Beinhart", 272 Seiten - 19.90 Euro).

Tibetanische Bahnreise. - Hier wird es abenteuerlich auf relativ bequeme Art: Man reist mit der Eisenbahn durch Tibet. Diese Strecke - das bisher größte Bahnprojekt des 20. und 21. Jahrhunderts - gibt es erst seit dem August 2006. Sie gilt nach wie vor als eine nahezu sensationelle touristische Attraktion in einem kaum erschlossenen Gebiet dieser Welt. Von der chinesischen Provinz Quinghai führt sie zur tibetanischen Hauptstadt Lhasa; von Peking bis Lhasa ist man gut 48 Stunden unterwegs. Fast tausend Kilometer lang liegen die Schienen auf mehr als 4000 Metern Höhe und die Wagen brauchen - wie Flugzeuge - kunstvoll erzeugte Atemluft. Ein Onkel Doktor an Bord behandelt Passagiere mit Höhenkrankheit. Was man da erlebt und was man unterwegs zu sehen bekommt - das steht in einem kleinen, neuen, hochinteressanten Buch (Verlag Cybertours-x: "Reisen mit der Tibet-Bahn", 200 Seiten - 16.80 Euro).

Größenwahnsinnig.- Vor einem halben Jahrhundert war es noch ein Beduinendorf - heute ist es eine Zwei-Millionen-Metropole: Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein neues GEO-Magazin beschäftigt sich vor allem mit dieser faszinierenden Stadt; es schreibt: "Das Tempo, mit dem dort alle bisher geltenden Maßstäbe gesprengt wurden, war hier in der Redaktion eine echte Herausforderung." Der hat man sich gestellt - sehr erfolgreich und lesenswert. Man findet Bilder von traumhaft unwahrscheinlichen Situationen, faszinierende Texte über eine faszinierende Stadt. Ob man Dubai nach der Lektüre des Magazins begriffen hat, ist wohl gar nicht so wichtig. Denn, wie liest man? "Es ist ein größenwahnsinniger, unvernünftiger und politisch restlos unkorrekter Ort." Er hat Anlass zu einem Magazin gegeben, das es glücklicherweise auch nicht ganz geschafft hat, Dubai so stramm darzustellen, wie man das bei anderen Reisezielen gewohnt ist (GEO Saison "Dubai", 148 Seiten - 4.80 Euro).

Boomtown Ubud. - Bali ist eine berühmte Insel im Indischen Ozean, Lombok die etwas kleinere (weit weniger bekannte, aber viel abenteuerlichere) Nachbarinsel. Auf beiden kann man nicht nur Interessantes Historisches sehen, man kann auch an wundervollen Stränden baden. Und man wird - ob man will oder nicht - ganz automatisch bei allem, was man unternimmt, in irgendeines von vielen gutartigen Projekte eingeschlossen, angefangen bei der Rettung der Seeschildkröten. Ein kleines Handbuch erklärt dies alles; man erfährt auch, wie man für wenig Geld viel erlebt. Zu den ganz praktischen Hinweisen gehören, beispielsweise, acht interessante Tipps für einen Tag in der ehemaligen Königsstadt Ubud, der "Boomtown" auf Bali - dieser Insel, die voll moderner Kunst ist, verwurzelt in alten Traditionen (Marco Polo: "Bali - Lombok", 136 Seiten - 9.95 Euro).

140mal Berlin. - Berlin ist Europas zweitgrößte Stadt und von jeher so angelegt, dass man sich darin verläuft und garantiert nie das findet, was man gerade sucht. Ein Stadtführer ist da sehr von Nutzen. Vorausgesetzt, er ist nicht so umfangreich, dass man sich auch in ihm verirrt. Hier liegt nun ein sehr handliches Büchlein vor uns, das erstens die Stadt ganz allgemein gut vorstellt und zweitens das Sehenswerteste beschreibt. Das sind immerhin 140 Punkte, fein in Stadtplan-Abschnitten untertergebracht. Was man sehen sollte, wenn man nur ein Wochenende Zeit hat, steht auch dabei. Dieses Wochenende müsste dann allerdings etwa dreimal so lang sein wie üblich (Reise-Know-How Citytrip: "Berlin", 144 Seiten - 8.90 Euro).

Sehr unterschätzt. - Eine lange Zeit (und oft noch heute) sehr unterschätzte Reise- und Urlaubslandschaft ist Mecklenburg-Vorpommern. Oder, wie Kenner das kürzer fassen, "Meck-Pomm". Nun gut, es gibt in dieser Gegend nichts Sensationelles. Aber man findet eine angenehme Ostsee-Küste, zahllose hübsche Seen (darunter Deutschlands zweitgrößten, den Müritz-See) und eine ganze Reihe attraktiver Städte. Es ist eine Gegend der Beschaulichkeit, und so zeigt das auch dieser Bildatlas - mit schönen, überwiegend stillen und ausdrucksstarken Fotos. Wobei leider viele, wie bei HB-Heften neuerdings üblich, im Chaos primitiv aufgebauter Seiten untergehen. Aber abgesehen davon: Mit etlichen der groß abgebildeten Fotos und vielen lesenswerten Text-Hinweisen ist es ein nützliches Heft (HB-Bildatlas "Mecklenburg-Vorpommern", 118 Seiten - 8.50 Euro).

Magische Orte. - Hier gibt es ein Heft, das sich für jeden eignet, der auf der ganzen Welt nach Geheimnisvollem sucht. Machu Picchu, Stonehenge, die Osterinsel - von viel Wundersamem ist die Rede. Ein bolivianischer Hexenmarkt wird beschrieben, auch das Naturwunder Ayers Rock. Und selbst das uralte Mysterium namens Atlantis taucht aus dem grauen Meer der Vorzeit auf. Das - und noch viel mehr - ist spannend zu lesen, zuhause im bequemen Sessel. Aber man bekommt auch präzise Hinweise, wie man die Orte des Unheimlichen anreisen kann. Am Einfachsten geht das allerdings jährlich einmal beim ritterzeitlichen "Mythodea". Da muss man nur nach Niedersachsen fahren (GEO Special: "Magische Orte", 154 Seiten - 8.00 Euro).

Auf den Spuren der Wikinger. - Es heißt, die Dänen seien die glücklichsten Europäer. Wer selbst herausfinden will, ob das so stimmt, ist mit dem neuen Dänemark-Reiseführer von "Lonely Planet" gut bedient. Es scheint, dass sich die vier Autoren dort auch sehr wohlgefühlt haben. Wie und warum - das geben sie weiter, mit handfesten, praktischen Tipps. Da ist, wie man feststellt, nichts faul im Staate Dänemark. Wie man den Spuren der Wikinger folgen kann, erfährt man ebenso wie die Kunst, sich stundenlang auf pottebenen, leeren Landstraßen beim Radfahren zu entspannen. Auch an Feinschmecker-Tipps sowie an guten Hinweise auf Designer-Shops (für relativ bescheidenes Geld) fehlt es nicht (Lonely Planet: "Dänemark", 376 Seiten - 17.50 Euro).

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