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Reisen mit Reise Rat·Reisebücher Oktober 2008

Neue Bücher, neue Landkarten

Das Internet mit Disketten und Bildschirm ist eine gute und nützliche Sache. Aber gedruckte Bücher und Landkarten sind allemal noch die feineren Bestandteile der Medienlandschaft. Weshalb wir hier von beiden Gruppen vorstellen, was uns touristisch nützlich erscheint.

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Gute Gutscheine. - Der neue Ski-Guide vom ADAC ist da: ein beachtlich umfangreiches (und schwerwiegendes) Konvolut von fast 800 Seiten Umfang nebst einem 40 Seiten starken Heftchen mit allerlei Ausrüstungstipps sowie einer CD-ROM. Dieser Ski-Atlas präsentiert weltweit über 1500 Skigebiete. Nicht nur im europäischen Raum der Alpen und Mittelgebirge, sondern auch in fernen und - mit knappen Tipps - sogar exotischen Ländern wie in Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die bekannten Gebiete sind sehr ausführlich dargestellt, mit präzisen Angaben und ohne das zuweilen übliche wintersport-kitschige Brimborium. Man hat dabei fleißig auch an die Langläufer und Snowboarder gedacht - sowie, sehr erfreulich, auch an die Kinder. Lukrativ ist, dass man im Buch 25 Gutscheine findet, die hier und dort Skipässe bis zur Hälfte billiger werden lassen. Wer den einen oder anderen Gutschein benutzt, hat den Kaufpreis der Ski-Guide längst wieder heraus ("ADAC-SkiGuide", mit Service-Heft 820 Seiten - 24.90 Euro).

Still, idyllisch, aufregend schön. - Das Altmühltal ist eins der schönsten deutschen Täler - und doch keineswegs überall bekannt. Es gehört zu Franken. Die Altmühl, nur 230 Kilometer lang, mündet nahe Regensburg in die Donau. Man hat ihr ganzes Tal zum Naturpark ernannt. Und jüngst in der Nähe ihres Oberlaufs wurde aus zunächst nur wassertechnischen Gründen kunstvoll eine Reihe von inzwischen zauberhaft geratenen großen Seen angelegt, auf die der Tegern- und der Starnberger See nur neidisch sein können. Dies alles steckt nun auch in einem neuen Bildatlas, der ein Muster dafür abgibt, wie aufregend schön man auch Stilles, Idyllisches fotografieren kann. Und wie man einen Text dazu stellen kann, der diesen Bildatlas zu einem anspruchsvollen Reiseführer macht. Wenn man jetzt den Verlag noch dazu bringen könnte, seine Seiten so aufzubauen, dass nicht beständig ein Bild das andere zu erschlagen droht (man nennt das dort "ein neues, modernes Layout")... Schade, aber alles kann man nicht haben (HB Bildatlas "Altmühltal", 118 Seiten - 8.50 Euro).

Ruinen der Mayas. - Guatemala, dieses mittelamerikanische Land zwischen Mexiko und Honduras, ist bei uns als Reisegebiet kaum bekannt. Gewiss - es hat keine luxuriösen Strände und auch kein unbedingt nennenswertes Nachtleben. Aber es besitzt traumhaft schöne Bergseen - wie den Atitlán -, eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, auch ein winziges Stück karibische Küste und angenehme Strandstücke am Pazifik. Vor allem aber - und das ist das Hauptthema des Buches - stehen in Guatemala sehr viele Bauten der alten Mayas, zum Teil restauriert und zum Teil noch ganz überwuchert von dichter Vegetation. Das Buch - nun in dritter Auflage und komplett überarbeitet - ist sehr hilfreich, wenn es darum geht, die spektakulärsten Ruinen der Mayas zu entdecken (Stefan Loose Travel Handbuch "Guatemala", 496 Seiten - 22.95 Euro).

Gut und günstig. - Hier haben wir den Varta-Führer für 2009 - unverändert (aber natürlich aktualisiert). Er ist das verlässlichste Handbuch für jeden, der in Deutschland gut schlafen oder essen will. Wobei die Redaktion kundtut, dass sie von ihrer Datenbank mit 45.000 Hotel- und Restaurant-Adressen nur 8000 Betriebe vorstellt - als die besten. 20 Hotels und 57 Restaurants (davon 20 allein in Baden-Württemberg) wurden neu mit einem zusätzlich lobenden redaktionellen Varta-Tipp ausgezeichnet. Und wieder gibt es auch eine ganze Reihe Tipps, wie man auf seriöse Weise beim Speisen und Schlafen Geld sparen kann; auch die "Low-Budget"-Hinweise ("Gut und günstig") wurden beibehalten. Neu sind die "Lesertipps"; In jedem Bundesland wird ein Restaurant präsentiert, das die Leser ausgewählt haben ("Varta-Führer 2009", 1344 Seiten - 29.95 Euro).

Romantik am Wege. - Die Romantische Straße führt in Süddeutschland von Würzburg über Feuchtwangen, Donauwörth und Steingaden nach Füssen. Es ist wunderschön, in einer prächtigen Landschaft von einem romantischen Ort zum anderen zu fahren. Nicht nur mit dem Auto; es gibt seit einiger Zeit auch einen "Radweg Romantische Straße". Und nun, ganz neu, auch einen "Weitwanderweg Romantische Straße". Dazu kam jetzt ein detaillierter Wanderführer heraus. Der beschäftigt sich, sehr genau und recht persönlich, mit den teilweise bezaubernden Orten, die hier am Wege liegen. Die ganze Strecke von 474 Kilometern (auf alten und neu ausgearbeiteten Wegen) wird in überschaubare Wandertage aufgeteilt. So kamen 13 Etappen von je einem, zwei oder drei Tagen heraus, die gut zu bewältigen sind, zumal sich auf jedem Teilstück auch "Wandern ohne Gepäck" organisieren lässt. Alle wichtigen touristischen Informationen und Unterkunftsmöglichkeiten sind in dem handlichen Büchlein festgehalten (Touristik-Arbeitsgemeinschaft Romantische Straße, www.romantischestrasse.de "Weitwanderweg Romantische Strasse", 176 Seiten - 12.90 Euro).

Abenteuer in Namibia. - Es ist ein flott geschriebenes Erlebnisbuch: Zwei Männer sind in menschenverlassenen Gebieten Namibias unterwegs, um zum entlegenen Brandberg-Massiv zu kommen, nordwestlich von Windhoek. Es ist eine abenteuerliche Reise und nicht ungefährlich. Was den beiden unterwegs widerfährt, ist genau (und häufig amüsant) beschrieben. Dazu gibt es auf allen Seiten kleine informierende Kästen über Fauna und Flora, Historie und Gegenwart der Landschaft, über die Mentalität der Schwarzen und der Weißen Bewohner - wobei viele Weiße sich ganz selbstverständlich als Afrikaner fühlen, aber ebenso selbstverständlich Deutsch sprechen. Denn einst war Namibia ja eine deutsche Kolonie. Es ist ein unterhaltendes Lesebuch, auch ein kleines naturkundliches Werk - und vor allem ein präziser Reiseführer für Abenteuerlustige, die es den Beiden nachmachen möchten (Delius Klasing: "Namibias vergessene Welt", 304 Seiten - 19.90 Euro).

Der Shell-Atlas. - In diesen Tagen kam der Shell-Atlas 2009/2010 heraus. Man hat sich für Zentraleuropa (auch für Deutschland) rundum auf einen Karten-Maßstab 1:300.000 festgelegt. (Für den Rest Europas wurde der Maßstab 1:750.000 gewählt). Das erlaubt eine vernünftige Reiseplanung ebenso wie eine Kontrolle unterwegs. Es gibt auf den Kartenblättern viele landschaftliche Hinweise, besonders Sehenswertes ist grün hervorgehoben. Und für 45 Ballungsräume in Deutschland wurden detaillierte Karten im Maßstab 1:100.000 hinzugefügt. Die wurden sehr übersichtlich ausgeführt; auch im fahrenden Auto sind sie vom Beifahrer gut zu lesen. Gleiches gilt für die hundert City-Pläne im Maßstab 1:50.000 oder 1:20.000 ("Shell Atlas 2009/2010, 1182 Seiten - 28.50 Euro).

Österreich in der Tasche. - Das ist gewagt: Ganz Österreich in einem knappem Taschenbuch. Aber, siehe da: Jedem, der das Land überhaupt erst einmal kennenlernen möchte, könnte das durchaus genügen. Acht interessante Länder und Gebiet werden vorgestellt, dazu einige Städte mit Vorschlägen, was man unternehmen sollte und wo man angenehm übernachtet. Viel ist von "Events" und "Highlights" die Rede, für Tiefgang bleibt wenig Platz. Aber der "Auftakt", wie die allgemeine Einführung heißt, ist - auf vier Druckseiten - durchaus lesenswert (Marco Polo "Österreich", 136 Seiten - 9.95 Euro).

Preiswertes Japan. - Japan gilt weithin als ein teures Reiseland. Der neue Lonely-Planet-Führer zeigt mit zahllosen genauen Hinweisen, dass Japan auch ein durchaus preiswertes Touristenland sein kann - wenn man nur weiß, wie man da vorgehen muss. Genau das zeigen die sieben Autoren, die hier am Werke waren, sehr präzise. Dabei bekommt man auch viele Tipps, die neugierig machen, die zu uralten Tempeln und in hochmoderne Städte führen, in verschlafene Samurai-Dörfer und in ein schrilles Nachleben - sogar zum Schnorcheln am tropischen Strand. Man erfährt viel über japanisches Leben und die japanische Küche, über Berghütten in Japans Alpen und die besten Stellen für maßgeschneiderte Kimonos. Acht interessante Reiserouten werden empfohlen. Und, wie schon angedeutet: Es gibt in dem Buch viele Hinweise auf preiswerte Unterkünfte. Aber alle, die so billig gar nicht reisen wollen, finden genügend Infos über viel Nobles (Lonely Planet: "Japan", 924 Seiten - 28.50 Euro).

Wohlfunktionierendes Tirol. - Tirol gehört zu den erstaunlichen Gebieten, die eine großartige Natur mit solider Tradition, attraktiver Architektur und dazuhin noch mit einem wohlfunktionierenden touristischen Angebot verbinden. In einem neuen Bildatlas ist das alles fein zusammengestellt. Der Fotograf hat einen guten Blick für das Weiträumige, was sich in einer Landschaft der Berge ebenso bewährt wie in der zauberhaft aufgenommenen langgestreckten "Wunderkammer" des Renaissanceschlosses Ambras. Man liest viel Gescheites über die touristischen Probleme in einer so sehr geforderten Gegend, kann aber auch viele gute Tipps entgegennehmen. Sehr hübsch ist auch, was man zum Thema "Innsbruck" entdeckt (HB-Bildatlas "Tirol", 122 Seiten - 8.50 Euro).

Pagoden in Indochina. - Südlich von China und östlich von Thailand findet man nebeneinander Vietnam, Laos und Kambodscha - das alte Indochina. Die drei Länder liegen am Golf von Tongking, der zum Südchinesischen Meer gehört. In allen Ländern ist die Zahl der kunstvollen Baudenkmale, der Tempel, Klöster und Pagoden unvorstellbar groß - vor allem in Kambodscha. Deshalb ist es erfreulich, dass ein voluminöser Kunst-Reiseführer über dieses indochinesische Gebiet jetzt, voll aktualisiert, in dritter Auflage herauskam. Das Buch gibt viele detailreiche Tipps, enthält exakte Karten und Grundrisse; auch ist es gut bebildert. Es eignet sich als Reiseführer vor Ort ebenso wie zum Schmökern zuhause (DuMont Kunst-Reiseführer "Vietnam, Kambodscha und Laos", 480 Seiten - 29.95 Euro).

Der Falk-Atlas. - Falk hat seinen Reise-Atlas, der jetzt für 2009/2010 neu herauskam, durchgehend aktualisiert. Man blieb für Deutschland beim althergebrachten Generalkarten-Maßstab von 1:200.000. Europa findet man in den Maßstäben 1:750.000 und 1:1.500.000. Zusammen mit den sehr ausführlichen Ortsregistern entstand so ein übersichtlicher Europa-Atlas, der auch für den nützlich sein kann, der gar kein Auto hat. Doch für den Autofahrer fügte man einiges hinzu: Planungskarten (1:4.500.000), Fernfahrerkarten (1:2.100.000), Zufahrtskarten zu Großstädten (1:100.000) und Citypläne (1:20.000 sowie 1:15.000). Ferner gibt es eine Reihe von Profi-Tipps, die von der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport" beigesteuert wurden ("Falk Atlas 2009/2010", 1140 Seiten - 19.90 Euro).

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