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Reisen mit Reise Rat·Reisebücher August 2008

Neue Bücher, neue Landkarten

Das Internet mit Disketten und Bildschirm ist eine gute und nützliche Sache. Aber gedruckte Bücher und Landkarten sind allemal noch die feineren Bestandteile der Medienlandschaft. Weshalb wir hier von beiden Gruppen vorstellen, was uns touristisch nützlich erscheint.

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Baumeister: Zar Peter der Große. - In ganz Russland gibt es keine Stadt, die so wenig dem aktuellen Stand des Landes entspricht wie St. Petersburg. Das ist eine Stadt voller Charme, voller Kultur, von ausgesprochen westlichem Zuschnitt. Und mit einer großen Geschichte voller Kultur. Im 18. Jahrhundert ließ Zar Peter der Große die Stadt bauen - als europäische Metropole seines russischem Reiches. Unter Katharina der Großem wurde Petersburg ein Ensemble klassizistischer Pracht. Dass Moskaus wildgewordene Politiker St. Petersburg zwischendrin mal in "Leningrad" umtauften, ist längst vergessen. St. Petersburg ist einen ausgedehnten Besuch wert. Aber es ist nicht ganz einfach, dort zurechtzukommen. Der City-Guide, um den es uns hier geht, hilft sehr, in dem undurchschaubaren Labyrinth der Hotellerie und Gastronomie, der Nightlife- und Clubszene dieser historisch-exotischen Stadt zurechtzukommen (Reise Know How: "St. Petersburg", 130 Seiten - 12.80 Euro).

Balearen I: Mallorca. - Zweimal geht es - hier und in der folgenden Buch-Vorstellung - um die Balearen. Über Mallorca als Bade-Ferienziel braucht man nicht viel zu erzählen. In dem neuen HB-Bildatlas über die Insel wird aber auch "Das andere Mallorca" geschildert, und da lohnt sich das Lesen der interessant geschriebenen Texte und das Betrachten der großformatigen, einfühlsamen Fotos: Das Mallorca mit den charaktervollen Dörfchen im Hinterland, mit den attraktiven Gebirgsszenerien und den stillen, wir für Wanderer geschaffenen Tälern. Es gibt auch auf Mallorca noch Gegenden, die so sind wie vor dreißig Jahren. Das ist beruhigend. Aber manches macht auch bedenklich - beispielsweise, wenn man begründet erfährt, dass nicht die Ballermann-Situation Mallorca nach und nach ruiniert, sondern der Prestige- und Luxustourismus (HB-Bildatlas "Mallorca", 118 Seiten - 8.50 Euro).

Balearen II: Menorca. - Der Verlag Marco Polo stellt Mallorcas kleinere Schwester vor: Menorca. Viele Kenner der Balearen haben lange Jahre bedauert, dass Menorca gegen den modischen Ruhm Mallorcas nie ankam. Heute freut man sich darüber. Menorca hat sich dadurch viel Urtümliches bewahrt, das einen Besuch lohnt. Dies wird in diesem Handbuch gut und auch sehr praktisch dargestellt. Hier findet man alles, was man für ein paar Urlaubswochen auf Menorca wissen sollte. Vor allem erfährt man viele Details, die man heutzutage "Geheimtipps" zu nennen pflegt, obwohl sie keineswegs geheim sind, sondern nur bei Kennern besonders interessant. Eine der feinen Geschichten: Wie der Nachwuchs in der Zunft der Winzer das ehrgeizige Ziel hatte, menorquinischen Wein zum Spitzenprodukt zu machen. Mission erfüllt! lobt der Reiseführer (Marco Polo "Menorca", 128 Seiten - 9.95 Euro).

Bis zum Blauen Wunder. - Kalifornien, ganz im Westen der Vereinigten Staaten, ist für viele Besucher der vielseitigste, großartigste Staat der USA. Da gibt es riesige und doch charmante Weltstädte wie San Francisco oder Los Angeles, die großartige Pazifik-Küste, Hightech im Silicon Valley und grandiose Natur im Yosemite-Nationalpark, dazu auch Sacramento und Hollywood - das alles ist sehr faszinierend. Aber viel, sehr viel! Dennoch ist es gelungen, dies alles übersichtlich in ein Buch zu packen - mit sehr vielen Tipps für eigene Reiseabenteuer bis hin zum langen Wanderweg rings um das "Blaue Wunder", den Lake Tahoe (DuMont Richtig Reisen; "Kalifornien", 440 Seiten - 22.95 Euro).

Eine Stadt ohne Maßstäbe. - Im Vorwort stehen einige kluge Sätze: "New York ist die einzige wirkliche Weltmetropole. Nirgendwo sonst findet man eine derartige Vielfalt an unterschiedlichen Kulturen, die friedlich Tür an Tür wohnen." Oder "New York ist Sitz von Konsum und Kommerz, aber gleichzeitig Mittelpunkt der Kunst- und Kulturszene." - Diese Stadt ohne Maßstäbe, dieses kunterbunte chaotische Mosaik wird in einem neuen City-Guide (der in der sechsten aktualisierten Auflage erscheint) sehr überschaubar vorgestellt - so, dass man als Fremder, der neu und nur kurz dort ist, einigermaßen mit diesem New York zurechtkommt. Unter anderem wird gezeigt, dass nicht mehr Manhatten allein die große Rolle spielt, sondern dass auch die anderen Teile der Stadt, vor allem Brooklyn und Queens, immer mehr an Attraktivität zulegen (Reise Know How: "New York City", 408 Seiten - 12.80 Euro).

Zur Einführung: Indiens Süden. - Indien ist so riesig wie überwältigend. Natürlich könnte man auch dieses Land in einen einzigen Reiseführer pressen, wie das bei anderen großen Ländern ja auch immer wieder geschieht. Aber hier hat man sich zunächst auf den Süden des Landes, diese große keilförmige Halbinsel, beschränkt. Der Verlag meint, dass dieser Landesteil eine ideale Einführung in den ganzen touristisch boomenden Subkontinent Indien bieten kann. Der so entstandene Südindien-Guide weiß nicht nur Bescheid bei einsamen Stränden und farbenfrohen Festen, sondern auch im ganz praktischen Bereich - beispielsweise bei Schlafquartieren, von der Hängematte über dümpelige Hausboote bis zu umgebauten Maharadscha-Palästen (Lonely Planet Reiseführer "Südindien", 612 Seiten - 24.95 Euro).

Barfuß am Strand? - Die deutsche Ostsee-Küste pflegt man zweiteilig zu betrachten: Teil eins ist Schleswig-Holsteinisch von der dänischen Grenze bis Lübeck, Teil zwei recht östlich davon bis Polen. Hier nun geht es um Teil eins mit Flensburg, Kiel und Schleswig, mit der Holsteinischen Schweiz und der Insel Fehmarn. Attraktive Fotos und informative Texte stellen sowohl die Strandkorb-Gegend als auch und das Hinterland vor. Man erfährt manches Neue - zum Beispiel, dass man (wie Franz Kafka berichtet) noch 1914 als unanständig auffiel, wenn man barfuß am Travemünder Strand spazierte. Dies hat sich grundlegend geändert (HB-Bildatlas "Ostseeküste Schleswig-Holstein", 118 Seiten - 8.50 Euro).

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