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Reisen mit Reise Rat·Reisebücher Juli 2008

Neue Bücher, neue Landkarten

Das Internet mit Disketten und Bildschirm ist eine gute und nützliche Sache. Aber gedruckte Bücher und Landkarten sind allemal noch die feineren Bestandteile der Medienlandschaft. Weshalb wir hier von beiden Gruppen vorstellen, was uns touristisch nützlich erscheint.

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Ohne Spaß geht nichts. - Laos - das ist der ferne Osten, ein Land zwischen Thailand und Myanmar, Vietnam und Kambodscha. Die Zahl der Urlauber, die dorthin reisen, ist noch klein. Und darum auch die Zahl guter Reiseführer. Aber hier ist einer - mit vielen Details und etlichen guten, ausprobierten Routenvorschlägen. Die Zahl der Tipps ist fast uferlos - vom Gastfamilienbett bei den Bergvölkern bis zum Fünf-Sterne-Kolonialpalast, vom Fleischsalat am Straßenstand bis zu einem raffinierten französisch-laotischen Festmahl (denn Laos war einst französische Kolonie). Dieser Reiseführer macht klar, dass es gerade heutzutage lohnt, nach Laos zu reisen. Nicht nur, weil es das gesündeste Ökosystem Südostasiens hat. Auch, weil die Laoten sehr aufgeschlossen sind und locker zu leben verstehen. Ohne Spaß geht in Laos gar nichts. Auch das lernt man aus diesem Buch (Lonely Planet: "Laos", 396 Seiten - 22.95 Euro).

Nordische Tipps. - Die Norweger geben sich große Mühe, ihre Landschaften - vor allem im Norden des Landes - in all ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten. Und das gelingt ihnen auch sehr gut, was man sofort sieht, wenn man diesen Bildatlas aufschlägt. Die beiden Herren, die ihn gemacht haben, sind Kenner der Situation: Der Fotograf lebt in Nord-Norwegen, Textautor ist auf den Lofoten zuhause. So wurden die Bilder sehr ausdrucksstark und die Texte bis ins Kleinste informativ. Vor allem Naturfans, die keine luxuriösen Hotels brauchen, finden viele Tipps, wie sie den Norden Norwegens gut und interessant erleben können - bis hin zu Fischer-Ferien auf den Lofoten-Inseln (HB-Bildatlas "Norwegen - Norden", 118 Seiten - 8.50 Euro).

Von Florenz bis Rom. - Lange Zeit war es das meistbesuchte Urlaubsgebiet der Deutschen: Mittelitalien. Das ist die Gegend zwischen Florenz und Rom - mit Umbrien und der Toskana, mit Latium und den Marken sowie den Abruzzen. Es ist ein Gebiet mit sehr großem landschaftlichem wie kulturellem Reichtum. Deshalb gibt es dafür auch schon sehr viele Reiseführer. Aber der, den Dumont jetzt herausgebracht hat, gefällt uns besonders. Zwei deutsche Autoren, die in Mittelitalien wohnen, haben ihn verfasst - sehr detailreich, ganz ohne den schulmeisterlichen Zeigefinger (der in Büchern zu dieser Gegend oft droht) und mit vielen Tipps, die aus persönlicher Erfahrung kommen. Von guten Restaurants ist ebenso die Rede wie von kleinen guten Märkten, von netten Hotels und auch von Flohmärkten. Sehr oft findet man Internet-Links im Text, die einen noch weiter bringen (Dumont richtig reisen: "Mittelitalien", 496 Seiten - 24.95 Euro).

Mit Tiroler Knödeln. - Viel touristisch Wichtiges aus Tirol zeigt das neue ADAC-Reisemagazin: Innsbruck (die heimliche Hauptstadt der Alpen), Wanderungen am Wilden Kaiser, eine Fahrt auf der Silvretta-Hochalpenstraße, Möglichkeiten zum Familien- und zum Wellnessurlaub sowie Ferientipps für die Nationalparks. Zwei Tiroler Spitzenköche schreiben übers Essen - vor allem natürlich über Knödel. Und dann findet man - damit bei all der Sommerferienstimmung andere Jahreszeiten nicht vergessen werden - auch zehn ausgesucht schöne Skigebiete. Es ist ein gutes, ein abgerundetes Heft, brauchbar für mehrere Tiroler Ferien. Und mit einem sinnigen Spruch von Chefredakteur Negwer: "Nichts ist schöner als die Pause nach einer Wanderung" (ADAC-Reisemagazin "Tirol", 180 Seiten - 7.80 Euro).

Deutscher Band eins. - Es klingt fast kurios, hat aber Sinn: Zweimal kam jetzt Deutschland bei Baedeker heraus. Das eine ist der gewichtige, dicke gesamtdeutsche Band, der alle paar Jahre, immer neu überarbeitet, erscheint - das Standard-Werk. Jede Auflage enthält dazu noch das eine oder andere neue Reise-Bonbon. Diesmal sind es die 32 von der UNESCO ausgewählten deutschen Welterbe-Stätten "von außergewöhnlichem universellem Wert": Kirchen, Parks, ganze Städte. Auch gesammelte National- und Erlebnisparks werden neu vorgestellt, ausgesuchte Bademöglichkeiten und etliches andere für den Freizeitspaß. Auch die Gastronomie bekommt bei Baedeker von Band zu Band ein feineres Aroma (Baedeker "Deutschland", 1320 Seiten - 14.95 Euro).

Deutscher Band zwei. - Der zweite Deutschland-Band behandelt nur den Osten, der ja lange genug vernachlässigt werden musste. Es ist damit gewissermaßen ein Ergänzungsband für die Leute, die Deutschlands westliche Reisegebiete schon längst im Schrank stehen haben. Außerdem zeigt er sehr gut und anschaulich, was und wie erstaunlich viel gerade Deutschlands Osten zu bieten hat - landschaftlich wie kulturell. Es ist ja doch so, dass diese östlichen Gebiete für viele Westdeutsche immer noch touristisches Neuland sind. Und auch wer sie schon gut zu kennen meint, findet Erstaunliches - darunter natürlich vieles, das neu in den letzten Jahren hinzu kam (Baedeker "Deutschland Osten", 498 Seiten - 19.95 Euro).

Modernes Reiseland: Polen. - Ein weites Ostsee-Ufer mit seinen Wanderdünen, tiefe Wälder, tausend glitzernde Seen: Das ist Polens Norden und Nordosten. Natürlich gehört Danzig dazu, das heute "Gdansk" heißt. Manches in diesem Gebiet ist für zahlreiche ältere Deutsche mit vielen Erinnerung und auch Trauer verbunden. Davon ist in diesem Bildband nicht die Rede. Es ist ein gutes, voranblickendes Heft mit sehr schönen Bildern. Und mit informativen Texten, die allen bedauernden Reminiszenzen aus dem Weg gehen. Polen ist hier ein modernes Reiseland, ein Land der Europäischen Union. So wird es in diesem Heft sehr sympathisch dargestellt (HB-Bildatlas "Danzig - Ostsee - Masuren", 118 Seiten - 8.50 Euro).

Schon wieder: Thailand. - Thailand ist nach wie vor eines der schönsten, interessantesten Reiseländer. Auch wenn viele Urlauber es vorziehen, dort nur am Strand zu liegen. Sie verschenken kostbare Erlebnisse. In Thailand kann man völlig ungefährdet nach eigenem Plan reisen - bis hinauf in die interessantesten Bergdörfer. Für diese Individualisten brachte "Lonely Planet" schon im Sommer vergangenen Jahres einen dicken Reiseführer heraus. Der war so schnell vergriffen, dass er bereits jetzt neu aufgelegt wurde. Für diese Auflage waren sieben Autoren noch einmal insgesamt 259 Tage unterwegs, um noch mehr Neues aufzustöbern. Dabei wurden 80 bis 90 Prozent der Tipps überarbeitet, etliche neue Sonderkapitel kamen dazu. Schon der Band vom Vorjahr war sehr gut. Der neue ist noch besser (Lonely Planet: "Thailand", 900 Seiten - 26.50 Euro).

Ein Stückchen Welterbe. - Der Rhein ist, auf seiner ganzen Länge, einer von Europas schönsten Flüssen. Es ist ungerecht, dass man immer nur das Stück zwischen Mainz und Köln bejubelt. Aber dort stehen nun einmal die wildesten Burgen, liegen die romantischsten Städtchen. Und die UNESCO hat den oberen Mittelrhein - die Strecke zwischen Bingen und Koblenz - auch noch zum Welterbe ernannt. Ein neuer Bildatlas zeigt dieses Stück vom Rhein, teils romantisch, teils auch sachlich. Er geht allerdings auch auf manches Andere, weit weniger Bekannte ein - etwa auf die mittelalterlich-moderne Hildegard von Bingen. Oder auf das traurige Winzersterben (HB-Bildatlas "Rhein", 117 Seiten - 8.50 Euro).

Zu Fuß durch Afrika. - Hier haben wir zwei Bücher von einem Paar, das durch Afrika wanderte - 14.000 Kilometer von der Südspitze des Kontinents bis nach Ägypten und weiter zum See Genezareth. Zu Fuß! Die beiden haben gewagt, was andere verrückt nennen würden, und sich ohne Sponsoren oder große Organisation, dafür aber mit zügelloser Neugier, mit viel Wagemut und festem Schuhwerk auf den Weg gemacht. Für die erste Etappe (und das erste Buch), die 7000 Kilometer bis zum Kilimandscharo, brauchten sie anderthalb Jahre. Die zweite Strecke - ebenfalls 7000, aber weit waghalsigere Kilometer - verlangte gute zwei Jahre. Beide Bücher sind bemerkenswerte Zeugnisse von persönlichem Mut, geistiger Offenheit und großer Humanität. Es sind Erlebnisbücher, spannend geschrieben und von vorn bis hinten lesenswert. Aber gleichzeitig sind diese Reise-Tagebücher regelrechte Gebrauchsanweisungen für abenteuerliche Menschen, die ähnliche Fußtouren im Sinn haben. Und die durch die Lektüre entweder sehr angeregt werden - oder ihre Pläne entsetzt aufgeben (Sonia und Alexandre Poussin: "Afrika zu Fuss - Vom Kap der Guten Hoffnung zum Kilimandscharo" und "Zu Fuss durch Afrika - Vom Kilimandscharo zum See Genezareth", 352 und 368 Seiten - jedes Buch 19.90 Euro).

Geheimnisvolles Bergland. - Die Eifel, das Bergland südlich von Köln und Aachen, ist immer noch recht geheimnisvoll. Eine Region mit wenig Menschen, aber einer gewaltigen Natur - mit weiten Hochmooren und dichten Wäldern, mit faszinierenden Maaren und erloschenen Vulkanen. Doch man findet auch bezaubernde alte Städtchen und so originelle Bauten wie die durch Jahrhunderte immer kurioser geratene Burg Eltz. Aber die Eifel kennt zudem viele bunte Feste - und einen sehr guten Wein (HB-Bildatlas "Eifel", 129 Seiten - 8.50 Euro).

Der USA-Trend-Staat. - Kalifornien - so hört man immer wieder - ist nicht nur der vielfältigste Staat der USA. Es setzte auch immer schon Trends für das Leben im ganzen nordamerikanischen Kontinent - vom Gesundheitswahn bis zur Computertechnik. Das Buch, das hier nun schon in neunter Auflage vor uns liegt, beschreibt sehr eindrücklich die bunte Vielseitigkeit Kaliforniens - vom liberalen San Franzisco bis zur wildromantischen Küstenstrecke des Highway One, vom Grand Canyon bis zur Bilderbuch-Landschaft des Yosemite National Parcs. Die vier Autoren bedienen sich dabei einer ebenso klaren wie charmanten Sprache, die zahlreiche wissenswerte Details weit über den touristischen Nutzen hinaus nahebringt. Und viele Tipps gibt, wie man Kalifornien auch sparsam bereisen kann (Stefan Loose Travel Handbuch "Kalifornien", 760 Seiten - 24.95 Euro).

Leuchttürme zum Übernachten. - Bremen ist hier ein wichtiges, auch sehr gut fotografiertes Thema. Dann lernt man die Weser bis zu ihrer Mündung in die Nordsee kennen und auch die Elbe mit dem wunderschön-großväterlichen "Alten Land" westlich von Hamburg. Dies alles füllt einen neuen Bildatlas - mit feinen Darstellungen in Bild und Text. Es gibt dort im Norden auch viele interessante Details: von der Fahrt im Torfkahn durch moorige Gewässer bis zu den Leuchttürmen, in denen man übernachten kann. Das Heft verführt, diesem weniger bekannten Teil Deutschlands einen Besuch abzustatten (HB-Bildatlas "Elbe und Weser", 117 Seiten - 8.50 Euro).

Westlich-asiatische Tipps. - Hongkong ist ein Stückchen westlich-asiatischer Welt ganz besonderer Art. Die Angebote an Quartieren und Speiselokalen, an Bars und Ausgehmöglichkeiten, an Shows und Tempelfesten, vor allem aber an Einkaufsmöglichkeiten (von ganz teuer bis zu ganz preiswert) sind erstaunlich groß und vielseitig. Da ist ein kleiner, handlicher (und verlässlicher) Wegweiser nützlich, der viele gute Tipps gibt. Ob man die zwölf Highlights, die aufgezählt sind, wirklich gesehen haben muss, darf umstritten bleiben. Dass man insgesamt mit dem kleinen Buch sehr gut durch Hongkong kommt, ist sicher (Dumont direkt: "Hongkong", 120 Seiten - 7.95 Euro).

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