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Reisen mit Reise Rat·Reisebücher März 2008

Neue Bücher, neue Landkarten

Das Internet mit Disketten und Bildschirm ist eine gute und nützliche Sache. Aber gedruckte Bücher und Landkarten sind allemal noch die feineren Bestandteile der Medienlandschaft. Weshalb wir hier von beiden Gruppen vorstellen, was uns touristisch nützlich erscheint.

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Abenteuerliche Safaris. - Kenia ist ein Land am indischen Ozean, an dessen Küste man einen wunderschönen Badeurlaub verleben kann - kein Zweifel. Doch sehr viel mehr hat man von diesem afrikanischen Land, wenn man es bereist, eine abenteuerliche Safari macht (oder mitmacht), in einem Busch-Hotel wohnt und wilde Tiere an ihren Wasserstellen beobachtet. Im neuen Kenia-Führer von Baedeker gibt es viele Tipps, was Kenia da zu bieten hat - von mehreren Nationalparks (das benachbarte Tansania mit der Serengeti ist eingeschlossen) bis zu Unterwasser-Abenteuern. Fünf gut ausgesuchte, ein- bis zweiwöchige Routen werden vorgeschlagen, die man gut ohne Führer oder Fahrer bereisen kann (wenn man sich den oft etwas abenteuerlichen Linksverkehr zutraut). Ein guter Tipp für Bergwanderer: Der Mount Kilimanjaro National Park mit zahlreichen Routen unterschiedlicher Schwierigkeit (Baedeker: "Kenia", 358 Seiten - 19.95 Euro).

Östliche Ostsee. - Die ganze deutsche Ostseeküste an einem Stück - das ist viel für ein Reisehandbuch. So hilft man sich schlicht durch das Zerlegen in zwei große Abschnitte. Die folgen meist der lange Zeit gegebenen Trennung in BRD und DDR - der eine Abschnitt von der dänischen Grenze bis etwa Lübeck, der andere von dort bis Polen. Der neue Ostseeführer, der uns hier vorliegt, beschränkt sich auf den östlichen Teil, das Gebiet von Mecklenburg-Vorpommern. Da hat er genug zu berichten - über die Inseln Rügen und Usedom, die Stadt Rostock und die vielen Badeorte an der Küste. Das alles ist bunt geschildert, auch viel Historisches spielt hinein, sodass ein nicht nur informatives, sondern auch recht unterhaltsames Handbuch zustande kam (Reise-Know-How "Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern", 408 Seiten - 10.50 Euro).

Die Tourismus-Suchmaschine. - Der TID für 2008 ist da, die "Suchmaschine der touristischen Branche" - mit tausend Seiten und dreitausend Adressen, die einem sagen, wo man Detailliertes über touristische Möglichkeiten erfährt. Eigentlich ist es das seit vier Jahrzehnten bewährte Standard-Handbuch für Reise-Profis gedacht, aber wir wissen, dass auch viele private Nutzer von REISERAT den TID nutzen, weil sie viel in der Welt herumreisen und für ihre Pläne viele Hinweise brauchen können. Die Adressen dazu bekommen sie im TID. Da finden sie Anschriften und Angebote zahlloser Reiseveranstalter, die Touristik-Büros der wichtigsten Reiseländer und alle Adressen der deutschen Touristik-Info-Stellen. Auch Freizeit- und Erlebnisparks werden vorgestellt, einschlägige Theater und Museen, Hotelketten ebenso wie Sonderzüge und vieles andere. Neu in diesem Jahr: Ein Dutzend Druckseiten mit Hinweisen auf Reedereien und Kreuzfahrschiffen - sehr nützlich, wenn man sich eine attraktive Seefahrt aussuchen will (PressUp: "TID 2008", 1170 Seiten - 52 Euro - www.tid.de).

Wiesen, Wälder Burgen. - Es gibt eine Reihe von deutschen Gegenden, die ständig unterschätzt werden: Warum soll man denn dort hinreisen? Gibt es da Bedeutendes zu sehen? Solch eine Gegend ist das Münsterland im Nordwesten Deutschlands. Es ist ein lebendiges Mosaik aus Wiesen, Wäldern und Burgen, eine Zone der Ruhe für Wanderer, Radler, Reiter. Und mit einer prächtigen historischen Stadt: dem alten Münster. Über diese Gegend ist nun ein HB-Bildatlas neu entstanden, gut fotografiert und liebevoll zusammengestellt. Die Texte stammen von einem Autor, der eigentlich Historiker ist und vor allem die stillen Gegenden liebt. Was aber nicht ausschließt, dass man zahlreiche Tipps entdeckt, die das Münsterland durchaus abwechslungsreich und unterhaltsam machen (HB-Bildatlas "Münsterland", 123 Seiten - 8.50 Euro).

Mexiko mit "Silberner Feder". - Bei der mexikanischen Tourismusmesse in Acapulco wurde vom Staatspräsidenten Calderon ein Handbuch als bester deutschsprachiger Mexiko-Reiseführer mit der "Silbernen Feder" ausgezeichnet: "Mexiko" von Dumont. Dieser Reiseführer zeigt vor allem, was Individual-Reisende abseits bekannter Pfade kennenlernen können (oder sollten). Man erfährt von den schönsten Touren und bekommt viele solide Hintergrund-Informationen ebenso wie verblüffende Tipps. Die beiden Autoren, seit 30 Jahren mit Mexiko vertraut, schreiben nicht nur informativ, sondern auch vergnüglich lesbar (Dumont-Richtig-Reisen: "Mexiko", 464 Seiten - 24.95 Euro).

Mit neuseeländischem Englisch. - Wie reist man durch das "Land der langen weißen Wolke" - genauer: durch Neuseeland? In einem dicken Handbuch wird es erklärt. Da erfährt man Vieles von endlosen Surfstränden, von schneebedeckten Vulkankratern, sattgrünen Flusstälern, gepflegten Weinanlagen und der lebendigen Maori-Kultur. Dazu findet man Informationen über Unterkünfte und Restaurants jedweder Preisklasse - von Rucksack-Herbergen über Motor-Lodges zu Nobelpalästen, vom Maori-Imbiss über gemütliche Fritierstuben zu Top-Restaurants. Man lernt den Background der neuseeländischen Historie kennen und liest, wie sich das moderne Leben auf den beiden Inseln entwickelte. Auch ein handliches Glossar für das neuseeländische Englisch gibt es, weil sich das zuweilen doch von Queen Elisabeths Muttersprache unterscheidet (Lonely Planet: "Neuseeland", 860 Seiten - 26.50 Euro).

Gute alte Costa Brava. - Die Costa Brava, nördlich und südlich von Barcelona, war wohl der erste Küstenabschnitt Spaniens, der als Badeferienziel des Landes bekannt wurde. Das ist Jahrzehnte her. Inzwischen gibt es in Spanien viele andere beliebte Feriengegenden; um die Costa Brava ist es stiller geworden. Um so hübscher, dass nun der HB-Bildatlas, der sich mit diesem Küstenstrich beschäftigt, wieder aufgelegt und perfekt neu gestaltet wurde - mit attraktiven Fotos und fundierten Texten. Fein ist, dass auch Teile Kataloniens wie der Pyrenäen näher betrachtet werden. Denn wer will schon wochenlang immer nur am kilometerlangen Strand liegen? Obwohl: auch die reinen Strandfans bekommen viele nützliche kleine Tipps (HB-Bildatlas "Costa Brava", 117 Seiten - 8.50 Euro).

Bundesland mit 3000 Seen. - Brandenburg, so hört man oft, ist doch nur eine monotone Streusandbüchse! Das stimmt natürlich nicht - aber was bietet dieses Bundesland wirklich? (Außer einem zweiten Bundesland, das mittendrin liegt - Berlin.) Aus einem neuen Taschenbuch erfährt man vieles zum Thema "Brandenburg". Unter anderem, dass es das wasserreichste Bundesland ist - mit über 3000 Seen. Und dass es dort 13 vielversprechende Reiseregionen gibt, von der Prignitz bis zur Niederlausitz, vom Fläming bis zum Spreewald. Alle werden detailliert vorgestellt. Auch Potsdam hat sein eigenes Kapitel. Und das Gastronomische in Brandenburg - das ist der Autorin viele Hinweise wert (DuMont Reise-Taschenbuch: "Brandenburg", 240 Seiten - 12.00 Euro).

Mit attraktiven Ostsee-Inseln. - Estland hat - seit seinem Kontakt zur Hanse im 12. Jahrhundert - eine bunte, interessante (wenn auch nicht immer schöne) Geschichte hinter sich. Seine Zeit als Republik der Sowjetunion hatte tragische Züge. Doch seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1991 hat sich das kleine baltische Land voll ins Positive verändert, gehört seit 2004 zur EU und ist heute ein reizvolles Urlaubsziel. Es hat viel Natur und Ursprünglichkeit bewahrt. Wanderern, Radler und Reitern bietet es weite Möglichkeiten. Und dann gibt es die alten, schönen Hansestädte. Was sich da an Feinem erleben lässt, steht detailliert in einem vorbildlich aufgebauten Handbuch, das jetzt herauskam - und in dem man Vieles findet, das abseits der gängigen touristischen Pfade liegt. Gut ist auch, dass die estnischen Ostsee-Inseln ausgiebig vorgestellt werden. Denn die gehören zum Schönsten, was das Land zu bieten hat (Reise-Know-How "Estland", 520 Seiten - 17.50 Euro).

Neugestaltet: Südafrika. - Südafrika ist eines der vielseitigsten Länder dieser Welt - vom Tafelberg an der Südspitze bis zum Kruger-Nationalpark an der nordöstlichen Grenze zu Botswana und Zimbabwe. Es gibt Urlauber, die in knappen zwei Wochen Ferien das alles kennenlernen wollen. Nachher sagen sie sich selbst, dass sie so gut wie nichts wirklich kennengelernt haben. Neugestaltet liegt nun ein HB-Bildatlas vor, der - optisch wie im sehr informativem, detailreichem Text - viele Tipps gibt, wie man mit Südafrika nach und nach vertraut werden kann. Oder wie man sich auf ein kleineres Stück beschränkt und es unter dem Vielen aussucht, das in diesem Heft gezeigt wird (HB-Bildatlas "Südafrika", 121 Seiten - 8.50 Euro).

Rom für Hörer. - Beim ADAC hat man sich etwas Neues einfallen lassen: Handliche Reiseführer, denen eine DVD beiliegt - eine Hör-Diskette. Das Experiment beschränkt sich zunächst auf Europas große Metropolen - von Hamburg über Berlin, Dresden und München bis Rom. Bis zu 75 Minuten dauert das Hörerlebnbis, bei dem neben den professionellen Sprechern auch allerlei Zeitzeugen und Zeitgenossen das Wort haben, während sie dem Hörer die Stadt erklären. Auch viel Musik und akustische Atmosphäre wurde eingefangen. Wir haben hier Nummer eins vorliegen, den Audio-Reiseführer Rom. Wobei das Handbüchlein auch ohne Hör-Diskette sehr informativ und gut ausgearbeitet ist (ADAC-Reiseführer Audio: "Rom", 192 Seiten und Hör-Diskette - 9.95 Euro).

Entdecktes Deutschland. - Beim ADAC hat man sich die Mühe gemacht, Deutschland neu zu entdecken. Das Ergebnis ist ein Reisemagazin mit sehr vielen guten, interessanten Tipps - von einem Besuch beim Schäfer in der Lüneburger Heide über eine Kanutour auf der Werra und eine kulinarische Reise durch Baden-Württemberg bis zum Bremer Nachtleben. Da steht zu lesen und zu sehen, was sich erfahren lässt; da gibt es zugehörige Infos über Restaurants und Bars, Events und Übernachtungsmöglichkeiten. Originell: die Hinweise von fünf "Tatort"-Kommissaren auf Highlights ihrer Heimatstädte. Insgesamt: ein Heft für solche, die vor lauter Mallorca und Teneriffa noch nie dazukamen, Deutschland kennenzulernen. Oder ein Geschenk für den Onkel in Übersee, dessen Deutschland-Bild sich in einem Foto von Neuschwanstein erschöpft (ADAC-Reisemagazin "Deutschland neu entdecken", 196 Seiten - 7.80 Euro).

Gäste testen Hotels. - Der neue deutsche Hotel-Report von Marcellino Hudalla liegt vor: über 300 Seiten mit Hotels, die von ihren Gästen beurteilt wurden. So entstanden viele sehr persönlich gehaltene Beschreibungen - aber das ist ja gerade das Originelle an diesem Hotelführer. Die Gäste konnten bis zu zehn Punkte abgeben - für die Wohnqualitäten und bürotechnische Arbeitsmöglichkeiten, für Service und Ambiente. Welche Hotels überhaupt ins Buch kommen, bestimmt sich ganz einfach durch die Anzahl der jeweils abgegebenen Tests (Marcellinos "Hotel-Report Deutschland 2008-2009", 336 Seiten - 16.00 Euro).

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