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Reisen mit Reise Rat·Reisebücher Februar 2008

Neue Bücher, neue Landkarten

Das Internet mit Disketten und Bildschirm ist eine gute und nützliche Sache. Aber gedruckte Bücher und Landkarten sind allemal noch die feineren Bestandteile der Medienlandschaft. Weshalb wir hier von beiden Gruppen vorstellen, was uns touristisch nützlich erscheint.

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Japan - mit sechs Autoren. - Japan stand bei Baedeker schon immer hoch im Kurs. Acht Auflagen des einschlägigen Handbuchs gab es schon. Jetzt ist Nummer neun da: Ganz neu gestaltet. 590 Seiten sind im Grund zu wenig für ein solch großes und vielseitiges Land. Aber die (immerhin) sechs Autoren haben sich große Mühe gegeben. Die beschriebenen Reiseziele sind ungewöhnliche vielfältig. Da wird man durch verträumte Dörfer ebenso geführt wie durch die imponierend lebendigen Städte. Sehr gut sind die fünf Tourenvorschläge, wie man seinen Japan-Urlaub optimal planen könne. Knapp ist die dafür jeweils vorgeschlagene Dauer: acht bis elf Tage. Man sollte sich doch mehr Zeit gönnen. Aber bei den Details kann man sich getrost auf den Baedeker verlassen (Baedeker: "Japan", 590 Seiten - 25.95 Euro).

Mit dem Trüffelmarkt in Alba. - "Piemont" sagt nicht jedem etwas. Da kann man mit Begriffen wie "Lago Maggiore" und "Po-Ebene" schon mehr anfangen. Darum nämlich geht es hier in einem liebevoll gestalteten Bildatlas, der nicht nur gute touristische Tipps gibt, sondern auch gastronomische - etwa wenn es um den Trüffelmarkt in Alba geht oder um den dazu passenden Rotwein. Die Bilder im Heft sind sehr attraktiv, die Texte lebendig. Vor allem Italien-Anfänger bekommen hier eine gute Gebrauchsanweisung, um in die ersten Geheimnisse dieses Landes einzudringen (HB-Bildatlas "Piemont", 121 Seiten - 8.50 Euro).

Litauen; Sachlich und einfühlsam. - Jedes neue Handbuch über die baltischen Länder ist willkommen; es gibt da immer noch zu wenig lesens- und nutzenswertes Material. Da ist das neue Handbuch über Litauen lobenswert: durchaus sachlich, aber auch einfühlsam - bei allem, was die Lebensart der Litauer angeht. Ähnliches gilt für die Landschaften. Die Kurische Nehrung wird nicht als reines Badeparadies vorgestellt (wer fährt schon zum Badeurlaub nach Litauen?), sondern als interessantes Natur- und Kulturgebiet. Sehr instruktiv sind die 30 Seiten über die Hauptstadt Vilnius und deren Umgebung (DuMont-Reise-Taschenbuch "Litauen", 240 Seiten - 12.00 Euro).

Mit GDS zum Campingplatz. - Der ADAC hat die Camping-Caravanig-Führer für 2008 herausgebracht - zwei gewichtige Bände: Nordeuropa mit 882, Südeuropa mit 1134 Seiten. Deutschland steckt, wie es sich gehört, in Nordeuropa drin: mit 340 Seiten wohl bestückt. Insgesamt sind 5400 Campingplätze in 34 Ländern beschrieben. Überdurchschnittlich viele kamen - gegenüber dem Vorjahr - bei den Ländern Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordirland und Wales dazu. Neu gegenüber den Vorjahren ist ein Piktogramm, das Wohnmobil-Fahrern Auskunft über umfassende Service-Leistungen gibt. Neu ist auch, dass in beiden Büchern an Ort und Stelle recherchierte GDS-Koordinaten angegeben sind, die den Weg direkt zum Eingang der Campingplätze weisen (ADAC: "Camping-Caravaning-Führer 2008", Nord- sowie Südeuropa, jeweils 27.90 Euro).

Die USA: eine dicke Drucksache. - Die USA sind ein recht großes Land. Und dass man, um alles touristisch Wichtige dieses Gebiets zwischen zwei Buchdeckel zu bringen, 1400 Seiten braucht - das erstaunt nicht weiter. Bei "Lonely Planet" hat man es versucht, hat zwei Dutzend Autoren an die Arbeit gesetzt - und das Vorhaben ist erstaunlich gut gelungen. Als Einführungs-Schmöker, als Nachschlage-Foliant taugt diese dicke Drucksache gut. Als Taschenbuch für unterwegs - da könnte sie ein wenig unhandlich sein. Ausgezeichnet eignet sich das Werk für die gründliche Planung von Amerika-Reisen. Denn die Informationen sind vielfältig, aber auch exakt im Detail und handlich geordnet. Und zuweilen sogar witzig. Sehr angenehm für Leute, die alles ganz genau wissen wollen, sind die Hinweise auf Amerikas Historie: Wie kam dies und das zustande? Es ist ein brauchbares Buch. Richtig amerikanisch (Lonely Planet Reiseführer "USA". 1392 Seiten - 28.50 Euro).

Wandern im großen Wald. - Richtig gute Wanderführer sind gar nicht häufig. Aber die von Wolfgang Benz gehören zu den guten. Da wandert einer durch die Lande mit weit offenen Augen. Und versteht dann, was er sieht, seinen Nachwanderern knapp, aber exakt und bunt mitzuteilen. In unserem Fall geht es um die südliche Pfalz, die Gegend der Deutschen Weinstraße. "Schmale und samtweiche Pfade", schreibt der Autor, "führen durch das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands." Das macht Vorfreude. Zumal wenn man erfährt, dass alle diese Wege vom Pfälzerwald-Verein vorbildlich betreut werden (Kompass-Wanderführer "Pfalz Süd", 128 Seiten - 12.95 Euro).

Kleines Land für Genießer. - Die Elsässer sind ein besonderes Völkchen. Halb deutsch, halb französisch verstehen sie nicht nur, gut zu leben, sondern auch, fremde Gäste daran teilhaben zu lassen. Nun eignet sich ihr Gebiet auch sehr dafür: Mit feiner Landschaft, stimmungsvollem Fachwerk, beschaulicher Kunst. Sowie einer ebenso soliden wie oft auch elitären Gastronomie. Der Bildatlas "Elsass" weiß das gut zu vermitteln: Das Elsass als ein kleines Land für Genießer. Und - vor allem in Straßburg - längst ein Stück echten Europas (HB-Bildatlas "Elsass", 122 Seiten - 8.50 Euro).

Kroatischer Wegweiser. - Kroatien erlebt seit seiner Trennung vom damaligen Jugoslawien einen erstaunlichen Touristischen Aufschwung. Vor uns liegt jetzt ein neuer Wegweiser für Individualreisende im Land der rot-weiß-karierten Flagge. Auch Fachleute, die glauben, Kroatien ganz gut zu kennen, erfahren aus diesem Buch interessantes Neues. Vor allem, wenn es um die 1185 Inseln Kroatiens geht. Man bekommt erstaunlich detaillierte Hinweise auf Unterkünfte - vom Campingplatz bis zum Burghotel - ebenso wie auf gastronomische Raffinessen. Und man lernt auch ungewöhnliche Festivals, Museen und Künstlerdörfer abseits der Touristenpfade kennen (Lonely Planet Reiseführer "Kroatien", 328 Seiten - 17.50 Euro).

Ferien mit Kindern. - Wer mit seinen Kindern Urlaub macht, hat Spaß an diesem Heft. Da bekommt man ganz allgemein Tipps, was Kindern Freude machen kann - ein Segeltörn? Ein Feriencamp? Man erfährt, wie sich bei Ferien mit Kindern Geld sparen läßt. Deutsche Familienhotels werden getestet. Man bekommt aber auch erzählt, was ein Urlaub mit dem Nachwuchs in Chile oder der Türkei bieten kann. Und dann werden von jungen Leuten drei Städte als Ferienziele beschrieben: Berlin, Wien und Barcelona. Was kann Kindern in einer Großstadt Ferienspaß machen? Hier erfährt man es. Und ähnliches gilt natürlich auch für andere Städte. Lesenswert! (GEO SAISON EXTRA: "Reisen mit Kindern", 138 Seiten - 8.00 Euro).

Heidi-Festival und Niagara-Fälle. - Chicago hatte jahrzehntelang einen schlechten Ruf: Amerikas schmutzige Gangsterhauptstadt. Diese Epoche ist vorbei. Immer mehr Menschen begeistern sich nun für diese Stadt. Und natürlich auch für ihre Umgebung - die großen Seen, die Niagara-Fälle. Baedeker hat jetzt ein Reisehandbuch dazu herausgegeben. Da erfährt man, wie Chicago sich geändert hat und zum Kulturzentrum des Mittleren Westens wurde. Aber auch für die nicht weit entfernten Industriestädte Cleveland und Detroit bekommt man gute Tipps. Und ganz nebenbei erfährt man, was "Amerika's Little Switzerland" ist: New Glarus, von Schweizern gegründet. Jedes Jahr gibt es dort ein "Wilhelm Tell Festival" sowie ein "Heidi Festival" (Baedeker "Chicago - Große Seen", 396 Seiten - 22.95 Euro).

Australien in Reportagen. - Australien scheint gegenwärtig die Verleger von Reise-Handbüchern zu reizen; vier dieser Bücher haben wir in den letzten Monaten vorgestellt. Jetzt kommt Nummer fünf: Das ist ein ADAC-Reisemagazin über den fünften Kontinent. Und dieses Magazin ist nicht unbedingt die systematischste, aber ganz sicher die lebendigste Drucksache zum Thema. "Australien verspricht viel Modernität und sprühende Lebensfreude in Sydney und Melbourne, herrliche weite Strände bei Brisbane, endlose Einsamkeit im Outback, pralle Tropen im Norden" verspricht Chefredakteur Negwer. Und er hat das alles auch in diesem Heft untergebracht - in der Form spannender Reportagen (ADAC reisemagazin "Australien", 196 Seiten - 7.80 Euro).

Die ganze Donau. - Da haben sich zwei Fotografen und ein Autor die ganze Donau hergenommen, von schwäbischen Quellgebiet bis zum Schwarzen Meer, und das alles in ein Bilderheft gepackt. Da müssen natürlich viele Details wegbleiben. Aber das Ergebnis ist doch überraschend komplett. Der Text bringt viele Informationen, viele Bilder sind sehenswert. Nur hat man oft eine ganze Handvoll von ihnen lieb- und zusammenhanglos auf eine Doppelseite gepackt - schade drum. Dennoch: Wenn man die Donau zu Schiff befährt oder sie auf dem Radwanderweg begleitet - es macht Spaß, das Heft dabeizuhaben (HB-Bildatlas "Donau", 133 Seiten - 8.50 Euro).

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