RADWANDERN · MEDIZINISCHES
II
Vorsicht ist besser
als ein Sonnenstich
Bei praller Sonne sollte man unbedingt
mit einer Mütze fahren (ein zusammengeknotetes Tuch tut's auch),
denn ein Sonnenstich ist das Allerschlimmste.

Der stellt sich ohne Vorwarnung ein: Kopfschmerzen, Übelkeit, manchmal
sogar eine Ohnmacht. Wenn sich Kopfschmerz oder Schwindel bemerkbar machen:
Sofort im Schatten rasten! Am besten Kopf und Nacken mit einem nassen
Taschentuch kühlen! Oft kann man dann bald (aber vorsichtig) weiterfahren.
Überhaupt ist es ratsam, an einem heißen Tag öfter Rast
einzulegen. Dadurch kann sich der Körper, der ja auf Hochtouren arbeiten
muß, abkühlen.
Wenn man Pech hat, kann man sich an heißen
Tagen sogar unterkühlen. Das passiert besonders in bergigen Gegenden
immer wieder. Da strampelt man zäh und mühsam einen Berg hoch;
es wird einem entsetzlich heiß, man zieht aus, was nur geht. Dann
fährt man auf der anderen Seite den Berg hinunter und freut sich,
wenn der Fahrtwind so schön kühlt.
So schön? Viel zu sehr! Denn der Körper arbeitet ja beim Herunterfahren
nicht mehr angestrengt, produziert also keinen ÜberschuB an Hitze.
Dann wird der Fahrtwind, eine besonders heftige Art von Zugluft, der nackten,
schwitzenden Haut gefährlich; das kann böse Erkältungen
geben. Radfahrer, die Bescheid wissen, machen nach dem Hinauffahren oben
kurze Rast, bis der Körper etwas abgekühlt und der Schweiß
verschwunden ist.
Übrigens verbraucht der Körper zur Abkühlung viel Flüssigkeit.
Die muß auch wieder ersetzt werden. Deshalb sollte man regelmäßig
etwas trinken - allerdings nicht gerade eiskaltes Wasser.
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